Blick zwischen den Ohren eines braunen Pferdes über die weite, baumlose Hochebene des Val Mora, ringsum karge Hänge und schroffe Felsgipfel

3-Länderritt Engadin – Tag 5: Durch das Val Mora zum Ofenpass

Die Etappe auf einen Blick

Datum
Freitag, Juni 2025 – fünfter Reittag
Strecke
ca. 28 km
Reitzeit
ca. 10 Stunden inklusive Pausen – der längste Tag der Woche
Route
Valchava → Aufstieg ins Val Mora → Alp Mora → Ofenpass
Ziel
Ofenpass (rätoromanisch Pass dal Fuorn) auf 2.149 m
Aufstieg
stetig im Schritt, erst durch von Bäumen gesäumte Wege an Bächen entlang, dann immer offener
Mittagsrast
bei der Alp Mora – kein Straßenlärm, keine Häuser, kein Handyempfang
Abstieg
trockener, staubiger Boden mit lockeren Steinen; an einigen Stellen wurden die Pferde geführt
Nacht
die Weide lag unterhalb der Passhöhe
Besonderheit
das Val Mora hat keine Straßen und keine Dörfer – nur Pfade, die seit Jahrhunderten von Jägern, Hirten und Reitern genutzt werden

Durch das Val Mora – Eine Landschaft wie aus einer anderen Welt

Dies war landschaftlich der eindrucksvollste Abschnitt der gesamten Tour

Da uns ein langer Tag bevorstand, machten wir uns sehr früh auf den Weg ins Gasthaus, wo wir frühstückten. Ganz fertig mit den Vorbereitungen waren sie zwar noch nicht, das Frühstück war aber trotzdem sehr gut.

Im Anschluss machten wir uns durch den noch verschlafenen Ort auf den Rückweg zum Reitbetrieb und sattelten die Pferde, überprüften die Ausrüstung und ritten los. Es war nach wie vor früh, die Sonne stand tief und tauchte die Berge in ein sanftes Licht.

Morgenrot auf den Felswänden über dem Val Müstair

Nachdem wir den Ort verlassen hatten, bogen wir ab ins Val Mora. Ab jetzt ging es stetig im Schritt bergauf. Am Anfang ritten wir noch einen von Bäumen gesäumten Weg vorbei an Bächen und Wiesen, doch je höher wir kamen, umso offener wurde die Landschaft. Eine Landschaft, die sich kaum beschreiben lässt – daher lasse ich an dieser Stelle einfach die Bilder sprechen.

Hier sind wir noch unten im Tal

Ab hier sind wir schon deutlich höher

Mittagspause in der Nähe der Alp Mora

Gegen Mittag erreichten wir die Alp Mora, eine einfache Alm mitten in dieser grandiosen Landschaft. Zwischen Felsblöcken und kargen Wiesen fanden die Pferde ein paar Stellen zum Grasen. Wir banden sie an, setzten uns ins Gras und genossen unsere Brotzeit.

Es war einer dieser Orte, an denen die Zeit stehen zu bleiben scheint. Kein Straßenlärm, keine Häuser, kein Handyempfang – nur der Wind, der über die Hochebene streicht.

Weites Hochtal mit Schotterflächen und Bergbach, dahinter bewaldete Hänge

Abstieg zum Ofenpass

Nach der Pause führte uns der Weg weiter, zunächst sanft, dann steiler bergab. Der Boden war trocken und staubig, die Steine locker – also ritten wir vorsichtig und stiegen an einigen Stellen ab, um die Pferde zu führen.

Vor uns lag der Ofenpass, ein markanter Übergang zwischen dem Val Mora und dem Engadin. Auf rund 2.150 Metern Höhe bot sich uns ein Panorama, das kaum zu übertreffen war: schroffe Gipfel, tiefe Täler, das Licht der Nachmittagssonne, das die Landschaft fast golden erscheinen ließ.

Unterhalb der Passhöhe befand sich unsere Weide für die Nacht.

Selten haben wir einen Tag in so einer schönen Landschaft erlebt.

Das Val Mora – Ein verborgenes Paradies

Das Val Mora liegt im südlichen Graubünden und verbindet das Val Müstair mit dem Ofenpassgebiet. Es gilt als eines der ursprünglichsten Hochtäler der Schweiz. Die weiten Schotterebenen, durchzogen von klaren Bergbächen, werden von mächtigen Gipfeln umrahmt.

Hier gibt es keine Straßen, keine Dörfer, kaum menschliche Spuren – nur Pfade, die seit Jahrhunderten von Jägern, Hirten und Reitern genutzt werden. Im Sommer blühen Alpenrosen, Enziane und Wollgräser, im Herbst färbt sich das Tal in leuchtendes Gold.

Das Val Mora ist Teil des Biosphärenreservats Engiadina Val Müstair, das die einzigartige Verbindung von Natur, Kultur und traditioneller Bewirtschaftung bewahren soll.

Der Ofenpass

Der Ofenpass (Pass dal Fuorn) liegt auf 2.149 Metern Höhe und verbindet das Engadin mit dem Val Müstair. Seinen Namen verdankt er alten Erzöfen, in denen früher Eisenerz verhüttet wurde. Heute ist der Pass ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer, Reiter und Mountainbiker – und einer der schönsten Aussichtspunkte Graubündens.

Tagesdaten

  • Strecke: ca. 28 km
  • Reitzeit: ca. 10 Stunden (inkl. Pausen)
  • Route: Valchava – Aufstieg ins Val Mora – Alp Mora – Ofenpass

Die Route dieser Etappe

Tag 5: von Valchava durch das Val Mora zum Ofenpass. Die Linie ist aus den Aufnahmeorten der Fotos dieses Tages rekonstruiert – sie zeigt den Verlauf zuverlässig, schneidet aber Kurven ab und ersetzt keine aufgezeichnete GPS-Spur. Die Kilometerangabe im Faktenkasten stammt vom Veranstalter.

Hinweis: Wenn du beim Klick auf „Nächster Etappenbericht“ auf der Startseite landest, ist der nächste Artikel vermutlich noch nicht veröffentlicht.

Häufige Fragen zur fünften Etappe

Warum dauert diese Etappe zehn Stunden?

Weil es fast durchgehend bergauf geht und die Gruppe im Schritt bleibt: von Valchava hinauf ins Val Mora, über die Hochebene zur Alp Mora und erst am Nachmittag hinunter zum Ofenpass. 28 Kilometer klingen wenig, die Höhenmeter und der Untergrund machen den Unterschied. Deshalb ging es an diesem Tag besonders früh los.

Was ist das Val Mora?

Ein Hochtal im südlichen Graubünden, das das Val Müstair mit dem Ofenpassgebiet verbindet – eines der ursprünglichsten der Schweiz. Weite Schotterebenen, durchzogen von klaren Bergbächen und umrahmt von mächtigen Gipfeln. Es gibt dort keine Straßen, keine Dörfer, kaum menschliche Spuren. Das Tal gehört zum Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair.

Wie hoch liegt der Ofenpass?

Auf 2.149 Metern. Rätoromanisch heißt er Pass dal Fuorn; der Name geht auf alte Erzöfen zurück, in denen früher Eisenerz verhüttet wurde. Er verbindet das Engadin mit dem Val Müstair und ist einer der schönsten Aussichtspunkte Graubündens.

Wo ist die Mittagspause?

Bei der Alp Mora, einer einfachen Alm mitten in der Hochebene. Zwischen Felsblöcken und kargen Wiesen finden die Pferde ein paar Stellen zum Grasen. Kein Straßenlärm, keine Häuser, kein Handyempfang – nur der Wind über der Hochebene.

Wie ist der Abstieg zum Ofenpass?

Zunächst sanft, dann steiler. Der Boden ist trocken und staubig, die Steine liegen locker – deshalb wird vorsichtig geritten und an einigen Stellen abgestiegen und geführt.

Ist das die schönste Etappe des Ritts?

Landschaftlich ja – der eindrucksvollste Abschnitt der gesamten Tour. Auf der Passhöhe stehen schroffe Gipfel und tiefe Täler im Licht der Nachmittagssonne, das die Landschaft fast golden erscheinen lässt.

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