Reiten in der Mark Brandenburg – kurze Auszeit im Winter
Drei Tage Winter in Brandenburg – und drei Tage, die sich angefühlt haben wie ein kleiner Tapetenwechsel mit Langzeitwirkung. Dick eingepackt, mit klammen Fingern am Morgen und warmen Gedanken an die nächste Suppe, sind wir von unserem Hof aus losgezogen: durch Wälder, über Wiesen, an Seen entlang und hinaus auf offene Feldwege, wo der Wind sofort klar machte, wer hier im Januar das Sagen hat.
Das Besondere an diesem Wintersternritt war nicht nur die Landschaft, sondern die Stimmung: einmal Schnee, der über Nacht alles verwandelt – und später derselbe Tag, an dem er in der Mittagspause einfach wieder verschwindet. Dazu ein politisch geschichtsträchtiger Abstecher am Schloss Meseberg vorbei, ein überraschend lauter Moment durch Jagdbetrieb in der Nähe und ein dritter Tag, an dem die Natur so still war, dass man das eigene Atemgeräusch unter dem Schal hörte. Und dann dieser Abendritt im Mondlicht, bei dem wir tatsächlich Schatten gesehen haben – nicht von Laternen, sondern vom Mond.
Kurzüberblick Etappen
- Tag 1: Seen & Wälder bis Lindow, Mittagspause in der Pizzeria, Rückweg über Schloss Meseberg, später Mondlichtritt
29,17 km · 6:46 h im Sattel · 2:00 h Pause
- Tag 2: Winterweiß am Morgen, ruhiger Ausritt entlang Feldern – mit unerwartetem Jagdmoment, danach Spargelfelder & Misteln
Vormittag 11,05 km · 2:11 h | Nachmittag 12,53 km · 2:09 h
- Tag 3: Kälter, windiger, dafür viel Weite: Seen mit erster Eisschicht, Mittag in Baumgarten, abends über Gransee zurück
31,9 km · 7:48 h im Sattel · 1:40 h Pause
Gesamtdaten
- Gesamtdistanz: 84,65 km
- Gesamtzeit im Sattel: 18:54 h
Wintersternritt in Brandenburg – Tag 1
Tag 1 – Mondlicht, Seen und Schloss Meseberg Wir nehmen uns 3 Tage Auszeit für einen Wintersternritt in Brandenburg Ankommen, einteilen, losreiten Um 09:00 Uhr trafen wir uns am Hof – alle Reiter zusammen, ein bisschen aufgeregt, ein bisschen verfroren und vor allem gespannt, wie sich drei Tage Winter im Sattel anfühlen würden. Unsere Rittführerin…

