Wanderritt Südtirol – Tag 4

Von der Rußbachalm zurück ins Ahrntal und hinauf zur Schneida Olm

Weiter geht der Wanderritt Südtirol. Diese Etappe führt uns von der Rußbachalm hinunter ins Tal und auf der anderen Seiter wieder hinauf bis zur Schnida Olm

Morgens auf der Alm: Abschied von der Rußbachalm

Der Tag beginnt mit einem überwältigenden Frühstück auf der Rußbachalm. Die Luft ist klar, die Sonne klettert über die Gipfel, und im Tal unten liegen noch einzelne Nebelfetzen. Wir packen unsere Sachen, satteln die Pferde und machen uns wieder auf den Weg.

Gemütlicher Abstieg nach St. Johann

Zunächst führt uns der Weg auf gut begehbaren Alm- und Forstwegen bergab. Die Pferde gehen in einem entspannten Schritt, wir haben Zeit, die Landschaft auf uns wirken zu lassen.

Je tiefer wir kommen, desto mehr rücken Wälder und Wiesen wieder in den Vordergrund. Schließlich erreichen wir den Talboden bei St. Johann. Die vertrauten Formen von Straßen, Häusern und Wiesen begrüßen uns.

Über die Ahr und hinein in den langen Anstieg

Wir überqueren die Ahr über eine Brücke und wissen: Auf der anderen Seite wartet ein langer Aufstieg. Der Weg zieht sich kontinuierlich den Hang hinauf, mal auf breiteren Wegen, mal auf schmaleren Pfaden.

Wir steigen in ruhigem Tempo auf, legen kurze Pausen ein und lassen die Pferde zwischendurch grasen. Mit jedem Höhenmeter wird der Blick zurück ins Tal eindrucksvoller – man sieht die Linien der Wege, die kleinen Ortschaften, die sich an den Fluss schmiegen, und die Berge, die sich dahinter auftürmen.

Bei der Brücke im Tal hieß esKopf einziehen

Dort auf der anderen Seite, ganz rechts auf der kleinen Wiese oberhalb der Baumgrenze, wo der kleine Bach entspringt, liegt die Rußbachalm, wo wir am morgen gestartet sind

Rast auf der Gruberalm bei Radler und Aussicht

Auf etwa 1.839 Metern erreichen wir die Gruberalm. Hier legen wir eine wohlverdiente Pause ein. Die Pferde bekommen Wasser und eine kleine Stärkung, wir selbst lassen uns ein kühles Radler schmecken und genießen den Blick über das Ahrntal.

Die Alm wirkt wie ein natürlicher Balkon über dem Tal. Man hat das Gefühl, gleichzeitig mittendrin in den Bergen und doch weit über dem Alltag zu sein.

Letzte Höhenmeter zur Schneida Olm

Von der Gruberalm ist es noch etwa eine Stunde bis zu unserem Tagesziel. Der Weg zieht weiter bergauf, allerdings weniger steil. Man merkt, dass die Pferde den Rhythmus dieser Tage inzwischen kennen: bergauf in ruhigem, gleichmäßigem Schritt, zwischendurch kurze Verschnaufpausen – und am Ende wartet immer eine Alm.

Schließlich erreichen wir den Obersteinerhof im Schauinstal, nahe der Schneida Olm. Hier werden die Pferde untergebracht, wir richten unser Nachtlager im Heuboden her und freuen uns auf ein Abendessen mit Blick ins Tal.

Nacht im Heuboden mit Blick auf Luttach

Als die Dämmerung hereinbricht, sehen wir tief unten im Tal die Lichter von Luttach – genau dort, wo unsere Reise begonnen hat. Es fühlt sich ein bisschen an, als hätten wir eine große Runde durch „unsere“ Berge gedreht und würden jetzt von oben auf den Startpunkt zurückschauen.

Wir verbringen einen ruhigen Abend, erzählen von den bisherigen Highlights und merken, wie nah das Ende des Rittes rückt. Die Nacht im Heuboden ist vertraut. Draußen wird es still, und die Berge hüllen alles in einen dunklen Mantel aus Ruhe.

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