Wanderritt Südtirol – Tag 1

Tag 1 – Einführungsritt zu den Reinbach-Wasserfällen

Auf geht’s zum ersten Reittag „Wanderritt Südtirol“ ihm Ahrntal

Morgens im Stall: Kennenlernen von Pferden und Guide

Der erste richtige Reittag beginnt entspannt mit einem Frühstück im Gasthaus. Die Stimmung ist erwartungsvoll, jeder fragt sich insgeheim, welches Pferd er wohl bekommen wird.

Im Stall empfängt uns Herbert, unser Rittführer. In Ruhe stellt er uns die Pferde vor, erzählt ein paar Worte zu Charakter und Temperament jedes Vierbeiners. Wir verteilen uns auf die Boxen und Putzplätze, bürsten Staub und Stroh aus dem Fell, kämmen Mähnen und legen Sättel und Trensen an. Schon nach kurzer Zeit hat jeder „sein“ Pferd für die kommenden Tage gefunden.

Sicherheit zuerst: Vorreiten in der Halle

Bevor es hinaus in die Landschaft geht, reiten wir in der Halle vor. Herbert will sehen, wie Reiter und Pferd miteinander harmonieren, ob die Bügellängen passen und alle sich sicher fühlen und ob die eigene Einschätzung der Fähigkeiten auch der Realität entspricht.

Wir drehen ein paar Runden im Schritt und Trab und auch einen kurzen Galopp. Hier zeigt sich schnell, ob die Pferdeeinteilung stimmig ist. Nach ein paar Anpassungen an Steigbügeln und Gurten nickt Herbert zufrieden: „Das passt, wir können los.“

Entlang der Ahr: Brücke, Uferweg und erste Eindrücke

Vom Hof aus geht es zunächst durch den Ort, dann erreichen wir eine kleine Holzbrücke über die Ahr. Das Wasser rauscht unter uns vorbei, klar und kalt, und begleitet uns noch ein Stück als „Leitlinie“ in den Tag.

Auf einem schmalen Weg folgen wir dem Flusslauf. Die Pferde laufen entspannt im Schritt, links und rechts wechseln sich Wiesen und Gebüsch ab. An einer kleinen, steinigen „Sandbank“ machen wir Halt. Hier dürfen die Pferde kurz ans Wasser treten und trinken – und wir genießen die ersten wirklich ruhigen Minuten im Sattel.

Blick zur Burg Taufers und erster Anstieg

Wenig später taucht auf einem Hügel über dem Tal die Silhouette von Burg Taufers auf. Die mächtigen Mauern und Türme thronen wie ein Wächter über dem Eingang ins Ahrntal und erzählen von einer Zeit, in der diese Talzugänge strategisch heiß umkämpft waren.

Für uns heißt das: Es wird bergiger. Auf einem Waldweg geht es bergauf, der erste richtige Anstieg dieser Reise. Die Pferde suchen sich konzentriert ihren Tritt, wir stehen immer wieder leicht in den Bügeln, um ihnen das Klettern zu erleichtern. Oben angekommen, atmen alle einmal durch – und man merkt: Reiter und Pferde sind bereit für die nächsten Tage.

Ziel des Tages: Die Reinbach-Wasserfälle

Unser Tagesziel sind die Reinbach-Wasserfälle. Wir reiten bis an die Wasserfälle und sind fasziniert vom rauschen und der Kraft der Natur. Nach dem wir diesen Moment aus dem Sattel genossen haben, binden wir die Pferde an, nehmen die Helme ab und gehen die zu Fuß auf die Holzbrücke die über den Fluss führt und die hier von Gicht echt rutschig ist. Hier macht das Donnern des Wasser jedes Gespräch unmöglich.

Vor den Fällen spürt man die Kraft des Bergwassers förmlich: Über mehrere Stufen stürzt es in die Tiefe, die Gischt legt sich als feiner Nebel in die Luft, und Sonnenstrahlen brechen das Wasser in kleine Regenbogenfragmente. Es ist ein eindrucksvoller erster Höhepunkt der Reise – und nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

Mittagspause in der Thara See Lounge

Zurück bei den Pferden schwingen wir uns wieder in den Sattel. Für die Mittagspause steuern wir die Thara See Lounge an – eine gemütliche Einkehr mit Blick auf einen kleinen See und die umliegenden Hänge.

Bei einem Eis und einem kühlen Getränk lassen wir den Vormittag Revue passieren, tauschen die ersten Eindrücke von Pferden, Wegen und der Gruppe aus und tanken Energie für den Rückweg.

Galopp über die Felder zurück nach Luttach

Am Nachmittag geht es zurück Richtung Luttach. Herbert nutzt eine breite Wiesen- und Feldstrecke in der Ebene, um uns die ersten Galoppmomente zu gönnen. Die Pferde strecken sich, die Gruppe fliegt in einem langen Zug über die Felder – für viele der Moment, in dem das typische Wanderreitgefühl einsetzt: Freiheit, Tempo und trotzdem Ruhe im Kopf.

Zurück am Stall werden die Pferde versorgt, abgesattelt und geputzt. Der Tag hat echt Spaß gemacht. Wir freuen uns auf das Abendessen – und darauf, was uns am nächsten Tag erwartet.

Burg Taufers

Burg Taufers thront oberhalb von Sand in Taufers wie ein steinerner Riegel am Eingang des Ahrntals. Sie gilt als eine der mächtigsten und größten Burgen Südtirols und vermittelt mit ihren Türmen, Zinnen und Mauern noch heute eindrucksvoll, welche strategische Bedeutung dieser Talzugang einst hatte.ahrntal.com+1

Die Burganlage geht auf das Hochmittelalter zurück und wurde über mehrere Bauphasen erweitert – von den romanischen Ursprüngen der Herren von Taufers bis zu gotischen Ausbauten unter den Brixner Bischöfen und den Grafen Fieger. Besucher können heute zahlreiche Räume besichtigen, darunter Rüstkammern, Stuben und die Kapelle, und von den Mauern den Blick über das Tauferer Becken schweifen lassen.

Reinbach-Wasserfälle

Die Reinbach-Wasserfälle liegen oberhalb von Sand in Taufers in einer bewaldeten Schlucht und gehören zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen der Region. Der Reinbach entspringt im Naturpark Rieserferner-Ahrn und stürzt in drei Hauptstufen – mit Höhenunterschieden von etwa 10, 15 und bis zu 50 Metern – in die Tiefe, bevor er in die Ahr mündet.

Entlang der Fälle führt der als Besinnungsweg angelegte Franziskusweg mit verschiedenen Stationen, Skulpturen und Tafeln, die zum Innehalten einladen. Wer näher an die oberen Wasserfälle heran möchte, sollte trittsicher sein und eine Regenjacke dabeihaben – die Gischt sorgt an warmen Tagen für eine erfrischende Dusche.

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