Reiter auf einem Haflinger auf dem Platz vor der modernen Bergstation Klausberg, daneben rote Drachenfiguren, dahinter schneebedeckte Gipfel

Wanderritt Südtirol – Tag 5

Tag 5 – Entlang des Katzenkofel zurück nach Luttach

Weiter geht der Wanderritt Südtirol. Die letzte Etappe führt uns zurück ins Tal heim nach Luttach.

Die Etappe auf einen Blick

Etappe
Tag 5 – entlang des Katzenkofels zurück nach Luttach
Charakter
letzte Etappe, überwiegend als Höhenweg an der Bergflanke
Tagesziel
zurück nach Luttach, dem Ausgangspunkt der Woche
Katzenkofel
2.912 m hoch, italienisch Cima del Gatto, in der Durreckgruppe
Unterwegs
Bergstation Klausberg mit Wanderern, Familien und Mountainbikern – nach den stillen Almen ein Kontrast
Abstieg
staubig über Skipisten und Baustellen, unten dann letzte Galoppstrecken im Tal
Abschluss
Ankunft in Luttach und gemeinsames Abschiedsessen

Abschiedsfrühstück und Vorbereitung der letzten Etappe

Der letzte Reittag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück. Jeder weiß: Heute geht es zurück ins Tal, zurück zum Ausgangspunkt. Die Stimmung ist eine Mischung aus Vorfreude auf den Tag und leiser Wehmut, dass die Tour zu Ende geht.

Im Stall und auf dem Hof laufen die Handgriffe wie von selbst. Wir satteln unsere Pferde wahrscheinlich zum letzten Mal auf dieser Reise und checken dennoch alles sorgfältig – die letzte Etappe soll ein guter Abschluss werden.

Blick vom Höhenweg über das Ahrntal, gegenüber die bewaldeten Hänge

Höhenweg entlang des Katzenkofels

Der Weg führt uns zunächst immer entlang des Bergmassivs des Katzenkofels. Der Pfad zieht sich an der Flanke entlang, manchmal durch lichten Wald, manchmal mit freier Sicht ins Ahrntal. Tief unter uns liegen die Ortschaften, die Straße, die Ahr – von oben betrachtet wirkt alles kleiner und ruhiger.

Die Pferde laufen sicher auf dem schmalen Weg, wir genießen noch einmal richtig das Gefühl, auf einer Höhenroute unterwegs zu sein, fernab vom Trubel im Tal.

Trubel an der Bergstation Klausberg

Je näher wir der Bergstation der Seilbahn Klausberg kommen, desto belebter wird es. Plötzlich sind da Wanderer, Familien mit Kindern, Mountainbiker und Ausflugsgäste. Nach den stillen Almen der letzten Tage wirkt dieser Ort fast überlaufen.

Unsere Pferde sind sofort Blickfang. Viele wollen ein Foto machen, stellen Fragen, bestaunen die Satteltaschen und unser Gepäck. Wir stehen mehr als einmal Modell – eine interessante, aber auch etwas ungewohnte Rolle nach so viel Ruhe.

Mittagspause zwischen Panorama und Touristentrubel

An einem Restaurant nahe der Bergstation machen wir Mittagspause. Das Essen ist gut, die Aussicht beeindruckend, aber der Lärmpegel ungewohnt hoch. Man merkt deutlich, wie sehr wir uns in den vergangenen Tagen an die Stille der Bergalmen gewöhnt haben.

In der Gruppe sind sich viele einig: So praktisch Seilbahnen und Bergrestaurants auch sind – unser Herz gehört eher den ruhigeren, weniger erschlossenen Ecken der Berge.

Staubiger Abstieg über Pisten und Baustellen

Nach der Pause beginnt der lange Abstieg ins Tal. Ein Teil des Weges führt über Pisten und Wirtschaftswege, die im Winter als Skipisten genutzt werden. An einer Stelle müssen wir sogar über eine Baustelle einer neu entstehenden Piste reiten. Der Boden ist trocken, der Staub steht in der Luft, die großen Maschinen wirken inmitten der Berglandschaft fast fehl am Platz.

Doch auch das gehört zu modernen Alpenregionen dazu: Die Berge sind nicht nur Naturraum, sondern auch Wirtschaftsraum – mit allen Spannungen, die das mit sich bringt.

Letzte Galoppstrecken im Tal

Je weiter wir absteigen, desto grüner wird die Landschaft wieder. Am Talboden bei Steinhaus bietet sich noch einmal die Gelegenheit für ein paar Trab- und Galoppstrecken. Wir lassen die Pferde ein letztes Mal richtig laufen, spüren noch einmal die Kraft unter dem Sattel und genießen jede Sekunde.

Von Steinhaus aus geht es über St. Johann zurück nach Luttach. Die letzten Meter zum Hof fühlen sich seltsam vertraut an – als wären wir Wochen statt nur einige Tage unterwegs gewesen.

Ankunft in Luttach und Abschiedsessen

Zurück am Ausgangshof schließt sich der Kreis. Wir satteln ein letztes Mal ab, nehmen uns Zeit, uns von „unseren“ Pferden zu verabschieden, streicheln sie noch einmal ausgiebig und sagen leise Danke für die gemeinsam zurückgelegten Kilometer.

Am Abend sitzen wir im Gasthaus zu einem letzten gemeinsamen Essen. Es wird viel gelacht, erzählt und zurückgeblickt. Jeder hat seine persönlichen Höhepunkte – die Reinbach-Wasserfälle, die Nächte im Heu, der Blick zur Schwarzensteinhütte, die Galoppstrecken im Tal. Eins ist klar: Dieser Ritt hat Spuren hinterlassen – im besten Sinne.

Gruppenbild am Ziel: alle mit Medaillen um den Hals und erhobenem Daumen

Katzenkofel

Der Katzenkofel (italienisch Cima del Gatto) ist ein markanter Gipfel der Durreckgruppe oberhalb des Ahrntals. Mit 2.912 Metern Höhe ist er ein aussichtsreicher Berg, von dem aus man weit in die umliegenden Täler und auf die Ketten der Zillertaler Alpen schauen kann.

Die Hänge rund um den Katzenkofel sind von Almen, Weiden und Bergwäldern geprägt. Im Sommer führen Wanderwege und Steige rund um den Berg, im Winter liegen große Teile unter einer dicken Schneedecke und werden teilweise als Skigebiet genutzt.

Skigebiet Klausberg

Das Skigebiet Klausberg liegt oberhalb von Steinhaus und ist Teil der Skiworld Ahrntal. Im Winter bieten verschiedene Pisten, Rodelbahnen und Funparks ein breites Angebot für Wintersportler.

Im Sommer verwandelt sich das Gebiet in eine Wander- und Ausflugsregion mit Panoramawegen, Spielplätzen und Themenwegen. Die Bergstation ist ein lebhafter Treffpunkt – ein spannender Kontrast zu den ruhigen Almen, die wir auf unserem Ritt besucht haben.

An der Bergstation wurden wir selbst zum Fotomotiv – viele wollten ein Bild von den Pferden und von uns. Was dabei erlaubt ist und was nicht, erklärt der Ratgeber Das Recht am eigenen Bild für Reiter.

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Häufige Fragen zu Tag 5

Was ist der Höhenweg am Katzenkofel?

Ein schmaler Pfad, der sich an der Flanke des Bergmassivs entlangzieht – mal durch lichten Wald, mal mit freier Sicht ins Ahrntal. Tief unten liegen Ortschaften, Straße und Ahr, von oben betrachtet alles kleiner und ruhiger.

Wie ist es mit Pferden an einer Bergstation?

Voll. An der Bergstation Klausberg sind plötzlich Wanderer, Familien und Mountainbiker unterwegs, und die Pferde werden zum Blickfang: Viele wollen fotografieren, stellen Fragen, bestaunen Satteltaschen und Gepäck. Nach den stillen Almen der Vortage eine ungewohnte Rolle.

Wie verläuft der Abstieg ins Tal?

Über Pisten und Wirtschaftswege, die im Winter als Skipisten dienen – an einer Stelle sogar über die Baustelle einer neu entstehenden Piste. Der Boden ist trocken, der Staub steht in der Luft.

Was nimmt man von so einem Ritt mit?

Vor allem den Maßstab. Nach fünf Tagen auf stillen Almen wirkt schon ein Bergrestaurant überlaufen – und in der Gruppe waren sich viele einig, dass ihr Herz eher den ruhigeren, weniger erschlossenen Ecken der Berge gehört.

Wie geht Wanderreiten mit dem Skibetrieb zusammen?

Auf dieser letzten Etappe unmittelbar: Ein Teil des Abstiegs führt über Wirtschaftswege, die im Winter Skipisten sind, an einer Stelle sogar über die Baustelle einer neu entstehenden Piste – trockener Boden, Staub in der Luft, große Maschinen mitten in der Berglandschaft. Das gehört zu modernen Alpenregionen dazu: Die Berge sind nicht nur Naturraum, sondern auch Wirtschaftsraum, mit allen Spannungen, die das mit sich bringt. Nach fünf Tagen auf stillen Almen ist der Kontrast allerdings deutlich zu spüren.

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