Wanderritt Rhön Herbst - Scha(r)fes Genusserlebnis

Wanderritt Rhön Herbst: Das Scha(r)fe Genusserlebnis

Lust auf grenzüberschreitende Abenteuer?
Neben unseren heimischen Ritten zieht es uns auch oft in die Ferne. Den Bericht zum internationalen 3 Länderritt durch die Schweiz, Österreich und Italien findest du hier: Zum 3 Länderritt Schweiz-Österreich-Italien.

Goldener Oktober, Geldregen und kulinarische Schätze

Wenn sich die Rhön in ihr buntes Herbstkleid hüllt, beginnt für uns eine der schönsten Zeiten im Sattel. Unter dem vielversprechenden Namen „Das Scha(r)fe Genusserlebnis“ machten wir uns Anfang Oktober auf den Weg von Hamburg Richtung Süden. Dass dieser Ritt nicht nur wegen des farbenprächtigen Herbstlaubs, sondern auch aufgrund einiger kurioser Missgeschicke unvergesslich bleiben würde, ahnten wir bei der Anreise über die staureiche A7 noch nicht.

Begleite uns auf vier ereignisreichen Etappen: Von der windumtosten Wasserkuppe, über die wirkliche Herkunft des Rhöner Apfelsherrys bis hin zu den berühmten „Maskenschafen“ in Wüstensachsen. Wir übernachteten in urigen Schäferwagen, lachten über fliegende Geldscheine im Galopp und genossen die Stille des „Landes der offenen Fernen“ bei traumhafter Fernsicht.

Ein Wanderritt Rhön Herbst ist mehr als nur eine sportliche Betätigung – es ist ein Eintauchen in ein flammendes Meer aus Gold, Kupfer und Purpur. Wenn die Oktobersonne flach über die Kuppen streicht und der Morgennebel die Täler wie Watte füllt, entfaltet das Biosphärenreservat eine Magie, der man sich im Sattel nicht entziehen kann. Unsere Tour war die perfekte Kombination aus landschaftlicher Weite und kulinarischen Entdeckungen.

Warum die Rhön im Herbst ein Muss ist

Die Entscheidung, das Mittelgebirge im herbstlichen Wandel zu erleben, fiel uns leicht. Die Rhön bietet durch ihre Mischwälder und die weiten, baumfreien Hochflächen eine visuelle Abwechslung, die man in dieser Intensität selten findet. Doch unser Weg war geprägt von weit mehr als nur schöner Aussicht. Wir wollten die Region schmecken und verstehen. Die Tour führte uns zu den Wurzeln des berühmten Rhönschafs, in die tiefen Reifekeller des regionalen Apfelsherrys und auf die höchsten Gipfel Hessens.

Die Berichte

  • Das Scha(r)fe Genusserlebnis | Tag 1

    Das Scha(r)fe Genusserlebnis | Tag 1

    Tag 1: Goldener Oktober und der „Geldregen“ auf Hessens höchstem Berg Wanderritt Rhön Wasserkuppe – Der Ritt trug nicht umsonst den Namen „Das Scha(r)fe Genusserlebnis“ – aber bevor wir überhaupt an Genuss denken konnten, stand erst einmal die Anreise an. Unser herbstliches Abenteuer begann mit einer klassischen Geduldsprobe. Da wir das lange Wochenende Anfang Oktober…

Das Rhön-Lexikon (Hintergrundwissen zur Tour)

Damit die Tour nicht nur unterhält, sondern auch etwas über die Region erzählt, hier das Wichtigste zum Nachschlagen:

Hintergrundwissen: Die Rhön im Herbst

Vulkanismus & Geologie: Die Rhön verdankt ihre markanten Kuppen (wie die Wasserkuppe oder den Wachtküppel) ihrer feurigen Vergangenheit vor rund 25 Millionen Jahren. Basaltmagma drang durch die Erdkruste und erstarrte zu hartem Gestein. Während das weichere Umland abgetragen wurde, blieben die Basaltkerne als weithin sichtbare Zeugen stehen. Dieser harte Untergrund sorgt für die charakteristischen „Blockhalden“, die wir auf unseren Ritten oft passieren.

Das Rhönschaf – Ein kulinarisches Kulturgut: Das Rhönschaf mit seinem typischen schwarzen Kopf ist weit mehr als nur ein Nutztier. Es ist der wichtigste Landschaftspfleger der Region. Ohne die Beweidung durch diese robusten Tiere würden die wertvollen Bergwiesen innerhalb kurzer Zeit verbuschen und die berühmte Fernsicht der Rhön ginge verloren. Kulinarisch besticht das Fleisch durch eine feine Kräuternote, da sich die Tiere von der artenreichen Flora der Hochrhön ernähren.

Vom Apfelwein zum Sherry: Die Rhön ist reich an Streuobstwiesen. Um den klassischen Apfelwein zu veredeln, nutzen regionale Keltereien ein besonderes Verfahren mit Sherry-Hefe und langer Fasslagerung. Das Ergebnis ist ein komplexes Getränk, das geschmacklich an spanischen Sherry erinnert, aber die Seele der Rhöner Äpfel in sich trägt. Ein absolutes Muss für jeden Besucher der Region!

Die Wasserkuppe (950 m ü. NN): Sie ist der höchste Berg der Rhön und Hessens. Geologisch besteht sie aus einer gewaltigen Basaltdecke, die als Relikt vulkanischer Aktivität auf dem älteren Buntsandstein ruht. Aufgrund ihrer exponierten Lage ist sie ein wichtiger Wasserteiler: Hier entspringen über 30 Bäche. Die baumfreie Kuppe bietet bei klarem Wetter Sichten bis zum Brocken im Harz oder zum Großen Feldberg im Taunus.

Die Fuldaquelle: Direkt unterhalb des Gipfels entspringt die Fulda. Die Quelle ist kunstvoll in Basaltsteine gefasst. Von hier aus legt das Wasser über 220 Kilometer zurück, bevor es sich bei Hann. Münden mit der Werra zur Weser vereint. Für Wanderreiter ist es ein ritueller Stopp, um die Pferde kurz zu tränken oder – wie in unserem Fall – das (vermeintlich) letzte Foto mit dem Handy zu machen.

Häufige Fragen

Warum ist der Herbst eine gute Zeit für die Rhön?

Weil sich die Landschaft dann in ihr buntes Herbstkleid hüllt und die Wege nach dem Sommer wieder angenehm zu reiten sind. Für uns ist es eine der schönsten Zeiten im Sattel.

Woher kommt der Name „Das Scha(r)fe Genusserlebnis“?

Aus der Verbindung von Schafen und Schärfe – die Rhön ist Schafland, und kulinarisch hat die Region einiges zu bieten. Der Ritt verbindet beides mit dem Reiten.

Wann sind wir geritten?

Anfang Oktober, mit der Anreise von Hamburg Richtung Süden.

Was macht die Rhön im Herbst besonders?

Die Mischung aus Landschaft und Küche. Die Kuppen zeigen sich im Herbstlaub, die Wege sind nach dem Sommer wieder angenehm zu reiten, und die Region bringt kulinarisch einiges mit – genau darum dreht sich dieser Ritt.