Wanderritt in Marokko – Anreise nach Agadir

Hamburg – Frankfurt – Casablanca – Agadir: drei Sicherheitskontrollen und ein Wecker, der viel zu früh klingelt

Auf geht’s zum Wanderritt in Marokko (dieses Mal in der Region südlich von Agadir)

Aufbruch im Frost: Hamburg am frühen Morgen

Anfang Februar, und Hamburg zeigt sich von seiner typischen Winterseite: früh, kalt, und der Tag fühlt sich schon vor dem ersten Kaffee nach „lange“ an. Trotzdem war da diese Energie, die nur ein Reisebeginn hat – irgendwo zwischen Vorfreude und dem stillen Wunsch, dass heute einfach alles funktioniert.

Der erste Flug ging mit Lufthansa nach Frankfurt. Routine, dachten wir. Einsteigen, ankommen, weiter. Spoiler: Ganz so schlicht blieb es nicht.

Hamburg: volles Terminal, lange Schlangen – und ein kleiner Glücksmoment

Am Flughafen Hamburg angekommen, war das Terminal trotz früher Stunde erstaunlich voll. Später erfuhren wir, dass offenbar bei anderen Airlines Flüge ausgefallen waren – und man merkt sofort, wenn ein Flughafen aus dem Takt gerät: lange Schlangen, gereizte Stimmen, Diskussionen am Schalter.

Bei Lufthansa hatten sich ebenfalls Warteschlangen gebildet, und ein Mitarbeiter versuchte, Ordnung reinzubringen. Er fragte uns, ob auch wir umbuchen müssten. Wir verneinten und sagten: „Nur Gepäck einchecken.“

Seine Reaktion war Gold wert: Er schickte uns zum Business-Class-Schalter. Dort war nichts los. Unser Gepäck war in kürzester Zeit eingecheckt – und plötzlich war aus „Chaos-Morgen“ wieder „okay, wir sind im Plan“ geworden.

Sicherheitskontrolle Nummer 1: Kamera-Tetris auf dem Band

Die Sicherheitskontrolle ging insgesamt überraschend zügig. Aber natürlich kam das, was immer kommt: komplettes Kamera-Equipment auspacken. Einmal alles in eine extra Wanne, freundlich lächeln, hoffen, dass nichts extra rausgezogen wird.

Die Mitarbeitenden waren aber angenehm entspannt und freundlich. Und schneller als gedacht standen wir schon am Gate.

Nach 1,5 Stunden hieß es dann Boarding und keine Stunde später landeten wir schon in Frankfurt

Der Plan mit dem Zeitpuffer: Frankfurt als Warteschleife – aber eine angenehme

Weil der Anschlussflug mit Royal Air Maroc war, stand in Frankfurt der komplette Wechsel an: Gepäck abholen, von Terminal 1 mit dem Skytrain nach Terminal 2, später neu einchecken.

Genau dafür hatten wir bewusst viel Zeit eingeplant: Abflug Hamburg → Frankfurt so gewählt, dass wir bereits gegen 12:00 Uhr in Frankfurt waren – obwohl der Check-in für den nächsten Flug erst um 15:30 öffnete. „Sicher ist sicher“ war heute unser Motto.

Und ganz ehrlich: Es war die richtige Entscheidung. Denn nach und nach traf der Rest der Gruppe ein – und weil wir uns bereits kannten, verging die Zeit tatsächlich leichter als erwartet. Viel Vorfreude, kurze Absprachen, dieses Gefühl von „jetzt geht’s wirklich los“.

Check-in & Sicherheitskontrolle Nummer 2: Frankfurt → Casablanca

Um 15:30 standen wir dann am Check-in, gaben unser Gepäck ab und bekamen direkt die Bordkarten für die beiden folgenden Flüge. Danach Richtung Sicherheitskontrolle – aber weil noch ein bisschen Luft war, gönnten wir uns an einer Bar noch einen Drink.

Das Bier am Flughafen… sagen wir: Es war Bier. Es war kalt. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Dann wieder Kontrolle, wieder auspacken. Diesmal mit dem Verdacht: Das war heute garantiert nicht das letzte Mal.

Boarding lief zügig, und um 17:35 hob der Flieger in die Dämmerung ab.

Flugzeug

Über Gibraltar: Nachtlichter und dieser eine ruhige Moment

Der Flug verlief ruhig – einer dieser Abschnitte, in denen man kurz vergisst, wie lang der Tag eigentlich ist. Draußen die Dunkelheit, unten die Lichter, und dann dieser Blick auf die nächtliche Gegend um Gibraltar: spektakulär, klar, fast unwirklich.

Kurz nach 21:00 landeten wir pünktlich in Casablanca.

Casablanca: „Domestic“, Zoll im Vorbeigehen – und Sicherheitskontrolle Nummer 3

In Casablanca folgten wir den Schildern Richtung „domestic“ für den Anschlussflug nach Agadir. Beim Zoll wurden wir praktisch durchgewunken – und standen wenige Minuten später an der nächsten Sicherheitskontrolle.

Und ja: zum dritten Mal an diesem Tag Kamera-Equipment komplett auspacken.

Kaum waren wir durch, standen wir in einer überfüllten Halle mit mehreren Gates für Inlandsflüge. Laut, voll, kaum Sitzplätze frei. Irgendwann ist man an dem Punkt, an dem der Boden als Sitzgelegenheit völlig okay ist – Hauptsache, man weiß: Gleich ist der letzte Flug geschafft.

Boarding in Casablanca: chaotisch, aber am Ende sitzen alle im gleichen Bus

Nach etwa 1,5 Stunden hieß es Boarding. Welche Gruppen in welcher Reihenfolge aufgerufen wurden, blieb uns ein Rätsel – schon weil die Durchsagen auf marokkanischer Sprache liefen und wir mangels Arabischkenntnissen nur das Muster erkannten: Menschen stehen auf, Menschen laufen los, Menschen stehen wieder.

Am Ende waren sowieso alle im gleichen Bus Richtung Flugzeug. Der Bus wartete noch etwa zehn Minuten vor dem Flieger – und dann ging plötzlich alles sehr schnell.

Kurz vor 23:00 startete pünktlich der letzte Flug. Keine 45 Minuten später landeten wir in Agadir.

Agadir: zu Fuß übers Rollfeld, Einreise problemlos – und dann endlich ins Bett

In Agadir ging es zu Fuß übers Rollfeld ins Terminal – in Europa undenkbar, hier irgendwie selbstverständlich. Die Einreise verlief ohne Probleme: Stempel in den Pass, Gepäck kam nach kurzer Zeit, und draußen waren schnell zwei Taxis organisiert.

Wir überlegten noch kurz, ob wir uns zum Geldwechseln anstellen sollen, entschieden uns aber dagegen. „Morgen in Agadir – oder am Automaten.“ Ein Gedanke, der uns am nächsten Tag noch beschäftigen würde.

Nach etwa 40 Minuten Fahrt waren wir am Hotel. Check-in ging zügig – und kurz nach 02:00 waren wir endlich im Zimmer.

Wecker auf 08:30, Frühstück um 09:00.

Das war einer dieser Momente, in denen man ins Bett fällt und sich trotzdem denkt: Egal wie kurz die Nacht wird – wir sind da. Marokko. Agadir. Und morgen beginnt der Teil, wegen dem wir wirklich hergekommen sind.

Kurzüberblick: Route & Zeiten

  • Start: Anfang Februar, sehr früh morgens ab Hamburg (kalt, dunkel, klassischer „Reisetag-Modus“)
  • Flug 1: Hamburg → Frankfurt (Lufthansa)
  • Umstieg: Frankfurt Terminalwechsel (T1 → T2) + Gepäck neu einchecken
  • Flug 2: Frankfurt → Casablanca (Royal Air Maroc)
  • Flug 3: Casablanca → Agadir (Royal Air Maroc)
  • Ankunft Hotel: ca. 02:00 Uhr nachts

Casablanca

Casablanca ist Marokkos größte Metropole und wirtschaftliches Zentrum an der Atlantikküste – modern, geschäftig, weniger „Märchen-Medina“, mehr Großstadt-Takt.
Der Flughafen ist ein wichtiges Drehkreuz für Umstiege, besonders bei Inlandsanschlüssen.
Sehenswert (wenn man Zeit hätte): Die Hassan-II.-Moschee liegt direkt am Meer und zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt; ihr Minarett ist eines der höchsten weltweit.
Tipp für den Umstieg: Bei Transit Richtung Inlandsbereich kann es zu zusätzlichen Kontrollen kommen – Zeitpuffer ist in Casablanca kein Luxus, sondern Nervenversicherung.

Agadir

Agadir liegt an der Atlantikküste im Südwesten Marokkos – Meeresluft, breite Boulevards, ein eher modernes Stadtbild.
Agadir wurde nach einem schweren Erdbeben im 20. Jahrhundert weitgehend neu aufgebaut – daher wirkt die Stadt anders als viele „klassische“ Altstädte in Marokko.
Ankunft & Transfer: Der Flughafen Al Massira liegt außerhalb; Taxis stehen direkt an der Ankunft bereit. Offizielle Infos nennen ca. 13 Meilen bis ins Zentrum und eine fixe Taxi-Orientierung (Taxen sind im Gegensatz zu Europa sehr günstig).
Praktischer Hinweis: Wenn du spät ankommst: lieber eine kleine Bargeldreserve einplanen (Wechselstube/ATM-Verfügbarkeit hängt stark von Uhrzeit und Situation ab) – wir haben diese Lektion sehr zeitnah gelernt.

Nächster Beitrag:

Hinweis: Wenn du beim Klick auf „Nächster Etappenbericht“ auf der Startseite landest, ist der nächste Artikel vermutlich noch nicht veröffentlicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert