Blick zwischen den Pferdeohren über Wiesen auf die Dächer von Nauders

3-Länderritt Engadin – Anreise und Tag 1: Von Scuol nach Nauders

Teil 1: Anreise & Tag 1

Nach einer langen, aber entspannten Fahrt war es endlich so weit: Das Abenteuer „Alpenritt durch das Engadin“ konnte beginnen.
Mit diversen Zwischenstopps sind wir von Hamburg über die A7 und den Fernpass bis nach Nauders gefahren.

Der Verkehr war größtenteils flüssig – nur am Fernpass standen wir rund eine Stunde im Stau, was uns aber kaum störte.

Am späten Nachmittag erreichten wir Nauders, das malerisch auf rund 1.400 Metern Höhe liegt, am Übergang zwischen Österreich, der Schweiz und Italien. Hier haben wir in einer kleinen Pension übernachtet.

Die Etappe auf einen Blick

Datum
Montag, Juni 2025 – erster von sechs Reittagen
Strecke
ca. 40 km
Reitzeit
ca. 7 Stunden inklusive Pausen
Route
San Jon (Scuol, CH) → Inn → Valsot → Norbertshöhe → Nauders (Riatschhof, AT)
Start
Reitbetrieb San Jon oberhalb von Scuol im Unterengadin
Ziel
Riatschhof oberhalb von Nauders auf rund 1.400 m
Grenze
Schweiz → Österreich, überquert auf der Norbertshöhe
Gangart
durchgehend Schritt, über Wiesen und schmale Wanderwege
Wetter
bewölkt mit zeitweisem Nieselregen am Vormittag, nachmittags Aufklaren
Mittagspause
bei Valsot – die Sandwiches lagen seit dem Start in den Satteltaschen
Anreise
Hamburg → A7 → Fernpass → Nauders, mit einer Stunde Stau am Fernpass; Übernachtung vor dem Ritt in einer Pension in Nauders

Tag 1 – Von San Jon entlang des Inn nach Nauders

Nach einem frühen Frühstück machten wir uns gegen 7 Uhr auf den Weg.

Nach einer kurzen Fahrt über die Grenze erreichten wir den Reitbetrieb San Jon oberhalb von Scuol, wo unser Trail begann.

Hier lernten wir nach dem Check-in unsere Rittführerin Diana kennen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden uns die Pferde zugeteilt, die wir im Anschluss von der Koppel holten, putzten und sattelten. Und schon ging es los.

Unser Weg führte zunächst auf einem kleinen Pfad hinunter ins Tal, wo wir auf den Inn trafen. Der Fluss begleitete uns den ganzen Vormittag – mal ruhig und glitzernd, mal rauschend zwischen Felsen. Wir ritten ausschließlich im Schritt, über Wiesen und schmale Wanderwege, rechts und links die hohen Berge der Schweizer Alpen. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht ganz so gut, sodass es ab und zu genieselt hat.

Die Mittagspause machten wir bei Valsot. Die Sandwiches fürs Picknick hatten wir vom Start bereits in den Satteltaschen mitgebracht. Inzwischen hatte das Wetter wieder aufgeklart, so dass wir das Picknick im Sonnenschein genießen konnten.

Am Nachmittag folgten wir dem Fluss noch ein Stück, bevor der Weg allmählich anstieg. Über Serpentinen und Forstwege ritten wir bergauf zur Norbertshöhe, wo wir die Grenze von der Schweiz nach Österreich überquerten. Dabei führte uns unser Weg auch durch einen wirklich dunklen Tunnel.

Das letzte Stück hinauf zum Riatschhof, unserer Unterkunft oberhalb von Nauders, war steil, aber lohnend. Oben angekommen, bot sich ein grandioser Blick über das Tal, auf die Dächer von Nauders und die umliegenden Gipfel.

Wir ließen die Pferde auf der Koppel und genossen später beim Abendessen den Sonnenuntergang über den Bergen. Ein wunderschöner, erster Tag – voller Eindrücke, neuer Gesichter und der Vorfreude auf das, was noch kommen würde.

Morgenstimmung über dem Tal von Nauders, Wolken hängen an den Gipfeln

Das Engadin – Hochgebirge, Licht und Stille

Das Engadin – vom rätoromanischen Engiadina, „Tal des Inn“ – ist eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. Es zieht sich vom Maloja-Pass im Westen über St. Moritz bis ins Unterengadin, wo unser Ritt begann.
Die Region ist bekannt für ihr trockenes, sonniges Klima und das berühmte „Engadiner Licht“, das Maler und Fotografen seit Jahrhunderten fasziniert. In der Kombination aus grünen Hochebenen, tief eingeschnittenen Flusstälern und kargen Felswänden entsteht eine besondere Weite, die man nur schwer beschreiben kann – man muss sie erleben.

Im Unterengadin, wo wir starteten, ist die Landschaft noch wilder und ursprünglicher als im Oberengadin. Hier wechseln sich Wälder, Alpwiesen und felsige Hänge ab, und immer wieder öffnet sich der Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Silvretta-Gruppe.

Die Route dieser Etappe

Tag 1: von San Jon bei Scuol über die Norbertshöhe nach Nauders. Die Linie ist aus den Aufnahmeorten der Fotos dieses Tages rekonstruiert – sie zeigt den Verlauf zuverlässig, schneidet aber Kurven ab und ersetzt keine aufgezeichnete GPS-Spur. Die Kilometerangabe im Faktenkasten stammt vom Veranstalter.

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Häufige Fragen zur ersten Etappe

Wo beginnt der 3-Länderritt?

Am Reitbetrieb San Jon oberhalb von Scuol im Unterengadin. Von dort führt der erste Tag hinunter ins Tal an den Inn und am Fluss entlang nach Norden, bevor der Weg über die Norbertshöhe nach Österreich ansteigt.

Wie lang ist die erste Etappe?

Rund 40 Kilometer in etwa sieben Stunden inklusive der Pausen – geritten wird durchgehend im Schritt. Damit ist Tag 1 zusammen mit Tag 3 einer der längeren Reittage der Woche.

Wie kommt man zum Start?

Wir sind von Hamburg über die A7 und den Fernpass nach Nauders gefahren und haben dort in einer Pension übernachtet. Am Morgen sind es von Nauders nur wenige Kilometer über die Grenze nach Scuol. Nauders liegt auf rund 1.400 Metern genau am Übergang zwischen Österreich, der Schweiz und Italien.

Welche Grenze wird am ersten Tag überquert?

Die zwischen der Schweiz und Österreich, oben auf der Norbertshöhe. Der Weg dorthin führt über Serpentinen und Forstwege bergauf – und durch einen dunklen Tunnel.

Was ist das Engadin?

Das Engadin – rätoromanisch Engiadina, „Tal des Inn“ – ist eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. Es zieht sich vom Maloja-Pass über St. Moritz bis ins Unterengadin, wo dieser Ritt beginnt. Bekannt ist die Region für ihr trockenes, sonniges Klima und das „Engadiner Licht“. Im Unterengadin ist die Landschaft wilder und ursprünglicher als im Oberengadin.

Wie war das Wetter?

Am Vormittag bewölkt mit zeitweisem Nieselregen. Zur Mittagspause bei Valsot hatte es aufgeklart, sodass das Picknick in der Sonne stattfand.

Wo übernachten Reiter und Pferde nach der ersten Etappe?

Auf dem Riatschhof oberhalb von Nauders. Das letzte Stück hinauf ist steil, dafür geht der Blick von oben über das Tal, die Dächer von Nauders und die umliegenden Gipfel. Die Pferde stehen über Nacht auf der Koppel.

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