Blick vom Anstieg zur Norbertshöhe über bewaldete Hänge hinunter ins Tal

3-Länderritt Engadin – Fazit: 180 km durch drei Länder

Der Ritt auf einen Blick

Reise
Juni 2025 – sechs Reittage
Länder
Schweiz, Österreich und Italien – daher der Name
Gesamtstrecke
ca. 180 km
Reitzeit
zusammen rund 43 Stunden, zwischen 5 und 10 Stunden am Tag
Höchster Punkt
Pass da Costainas, 2.251 m (Tag 6); dazu der Ofenpass mit 2.149 m (Tag 5)
Charakter
Rundritt – Start und Ziel ist der Reitbetrieb San Jon oberhalb von Scuol
Veranstalter
San Jon SA, Reitstall und Saloon, CH-7550 Scuol
Pferde
verschiedene Rassen, geritten wird überwiegend im Schritt
Unterkünfte
Hotels und Gasthäuser; die Pferde teils auf Koppeln, die unterwegs selbst gesteckt wurden
Schönste Etappe
Tag 5 durch das Val Mora – landschaftlich der eindrucksvollste Abschnitt
Was fehlte
eine Übernachtung am Hof selbst, vor oder nach dem Ritt – nach sechs Stunden im Sattel noch mehrere Stunden Autofahrt war nicht ideal

Fazit

Insgesamt war es eine fantastische Tour mit tollen Pferden, einer sympathischen Rittführung und einer Landschaft, die kaum eindrucksvoller sein könnte.
Natürlich war es körperlich anstrengend – wir haben viele Höhenmeter gesammelt und waren täglich mehrere Stunden im Sattel. Doch genau das macht den Reiz solcher Ritte aus: die Langsamkeit, das bewusste Erleben, der stetige Wechsel zwischen Anstrengung und Staunen.

Etwas schade fand ich nur, dass man am Hof in San Jon weder vor noch nach dem Ritt übernachten konnte. Ein gemeinsamer Abend vor dem Start oder nach der Rückkehr hätte der Woche einen noch runderen Abschluss gegeben. Gerade nach sechs Stunden im Sattel noch mehrere Stunden Autofahren zu müssen, war nicht wirklich optimal, zumal ja Zimmer vorhanden waren, aber diese leider ausschließlich für Wochenendgäste genutzt werden.

Preis-Leistung war insgesamt absolut in Ordnung – die Schweizer Preise liegen etwas höher, aber das war zu erwarten.

Wer also Lust auf einen echten Alpenritt mit Abenteuergarantie hat, aber dabei auf Komfort nicht ganz verzichten möchte, ist hier genau richtig.

Statistik 3-Länderritt

Zurückgelegte Kilometer

  • Tag 1: 40 km
  • Tag 2: 30 km
  • Tag 3: 35 km
  • Tag 4: 17 km
  • Tag 5: 28 km
  • Tag 6: 30 km
Gesamtstrecke: 180 km

Reitzeiten

  • Tag 1: 7 Std.
  • Tag 2: 7 Std.
  • Tag 3: 7 Std.
  • Tag 4: 5 Std.
  • Tag 5: 10 Std.
  • Tag 6: 7 Std.
Reitzeit Gesamt: 43 Stunden

Streckenverlauf

  1. Tag 1: San Jon (Scuol, CH) → Inn → Valsot → Norbertshöhe → Nauders (Riatschhof, AT)
  2. Tag 2: Nauders → Stieralm → Panzersperre Reschenpass → Reschen → Reschensee
  3. Tag 3: Reschensee → Schöneben → Bruggeralm (Zerzertal) → Burgeis → Schleis → Mals
  4. Tag 4: Mals → Taufers i. M. → Parco Nazionale dello Stelvio → Grenze CH → Kloster St. Johann Müstair → Val Müstair (Valchava)
  5. Tag 5: Valchava → Val Mora → Alp Mora → Ofenpass
  6. Tag 6: Ofenpass → Campatsch-Quelle → Pass da Costainas → Val S-charl → San Jon (Scuol)

Die Route auf der Karte

Alle sechs Etappen in einer Karte. Die Linien sind aus den Aufnahmeorten der Fotos rekonstruiert und ersetzen keine aufgezeichnete GPS-Spur: Sie zeigen den Verlauf zuverlässig, schneiden aber Kurven ab. Die Kilometerangaben in der Tabelle stammen vom Veranstalter.

Häufige Fragen zum 3-Länderritt

Wie lang ist der 3-Länderritt insgesamt?

Rund 180 Kilometer in sechs Etappen, zusammen etwa 43 Stunden im Sattel. Die Tage reichen von 17 Kilometern in fünf Stunden (Tag 4) bis zu 28 Kilometern in zehn Stunden (Tag 5 durch das Val Mora).

Welche drei Länder werden durchquert?

Die Schweiz, Österreich und Italien. Start und Ziel liegen in der Schweiz bei Scuol im Unterengadin; an Tag 1 geht es über die Norbertshöhe nach Österreich, an Tag 2 über den Reschenpass nach Italien und an Tag 4 wieder zurück in die Schweiz.

Ist der Ritt ein Rundritt?

Ja. Start und Ziel ist der Reitbetrieb San Jon oberhalb von Scuol. Die Runde führt über Nauders, den Reschensee, Mals, das Val Müstair, das Val Mora und den Ofenpass zurück.

Wie anstrengend ist die Tour?

Körperlich fordernd: viele Höhenmeter und täglich mehrere Stunden im Sattel. Geritten wird überwiegend im Schritt, an steilen Ab- und Anstiegen werden die Pferde streckenweise geführt. Genau darin liegt aber auch der Reiz – die Langsamkeit und der stetige Wechsel zwischen Anstrengung und Staunen.

Wie hoch geht es hinauf?

Der höchste Punkt ist der Pass da Costainas mit 2.251 Metern am letzten Tag. Einen Tag vorher wird der Ofenpass auf 2.149 Metern überquert.

Wo übernachtet man?

In Hotels und Gasthäusern entlang der Route. Die Pferde stehen auf Höfen, Reitbetrieben oder auf Koppeln, die unterwegs mit mitgeführtem Zaunmaterial selbst gesteckt werden – das Zubehör fährt im Begleitfahrzeug mit.

Welche Etappe ist die schönste?

Tag 5 durch das Val Mora. Das Hochtal hat keine Straßen und keine Dörfer, nur Pfade – landschaftlich der eindrucksvollste Abschnitt der gesamten Tour.

Was ließe sich verbessern?

Am Hof in San Jon kann man weder vor noch nach dem Ritt übernachten; die vorhandenen Zimmer sind Wochenendgästen vorbehalten. Ein gemeinsamer Abend vor dem Start oder nach der Rückkehr hätte der Woche einen runderen Abschluss gegeben – und nach sechs Stunden im Sattel noch mehrere Stunden zu fahren, ist nicht optimal.

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