Die Etappe auf einen Blick
- Datum
- Mittwoch, Juni 2025 – dritter Reittag
- Strecke
- ca. 35 km
- Reitzeit
- ca. 7 Stunden
- Route
- Reschensee → Schöneben → Haideralm → Bruggeralm (Zerzertal) → Burgeis → Schleis → Mals
- Mittagsrast
- auf der Bruggeralm im Zerzertal, die Pferde am Holzzaun im Schatten
- Landmarke
- kurz vor Burgeis der erste Blick auf den Ortler (3.905 m) – ab hier begleitet er die Route Tag für Tag
- Unterwegs
- unterhalb des Klosters Marienberg vorbei, dem höchstgelegenen Benediktinerkloster Europas (1.340 m)
- Letzte Stunden
- zwei Stunden auf dem Radweg im Etschtal – viel Verkehr, aber rücksichtsvolle Radfahrer
- Auffällig
- die ausgetrocknete, rissige Skipiste im Sommer
- Nacht
- die Pferde auf einem Bauernhof bei Mals, wir in einem kleinen Hotel im Ort
Vom Reschensee nach Mals
Der dritte Tag begann recht früh. Nach einem ausgiebigen Frühstück, bei dem natürlich der Espresso nicht fehlen durfte, immerhin sind wir in Italien, machten wir uns auf den Weg zu den Pferden. Wir bauten den mitgebrachten Zaun wieder ab und dann gab es auch für die Pferde Frühstück und wir verstauten das Weidezubehör auf dem Begleitfahrzeug.
Am Ufer des Reschensees
Unser Weg führte zunächst entlang des Ufers des Reschensees, bevor es bei Schöneben in die Berge ging.







Schöneben und der Weg in die Berge
An der Talstation Schöneben verließen wir den See und machten uns auf in die Berge. Zunächst ritten wir auf Wanderwegen durch den Wald, bevor uns unser Weg über Skipisten weiter aufwärts führte. Hier war der Boden ausgetrocknet und rissig. Erschreckend, wie ein Skigebiet im Sommer aussehen kann. Weiter oben bogen wir wieder in den Wald in Richtung Haideralm ab. Von hier hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das Tal mit dem Reschensee. Schön zu sehen war der alte Kirchturm der heute am Rande des Sees im Wasser steht.




Hier ein paar Eindrücke von der Skipiste



Mittagspause auf der Bruggeralm
Weiter führte uns der Weg über schmale Pfade und durch duftende Bergwälder bis zur Bruggeralm im Zerzertal. Hier banden wir die Pferde an einem Holzzaun fest und machten Rast auf der Alm. Die Sonne stand hoch, und die Pferde dösten im Schatten.
Von der Terrasse aus sahen wir hinunter ins Etschtal – unser Ziel für den Nachmittag. Tief unten schlängelte sich die Etsch wie ein silbernes Band durch die Landschaft.



Abstieg ins Tal – und der erste Blick auf den Ortler
Der Weg hinab war lang, aber wunderschön. Über Wiesen, schmale Waldpfade und alte Karrenwege ritten beziehungsweise führten wir die Pferde talwärts. Im Tal angekommen konnten wir dann wieder aufsteigen und folgten den letzten zwei Stunden des Tages einem Radweg. Hier war doch ganz schön Verkehr. Aber alle Radler waren freundlich und nahmen auf uns Reiter Rücksicht. Kurz vor Burgeis öffnete sich die Landschaft, und plötzlich lag er da: der Ortler.
Majestätisch, schneebedeckt und klar zeichnete sich sein Gipfel am Horizont ab – der höchste Berg Südtirols, über 3.900 Meter hoch. Ein Anblick, der uns von nun an begleiten sollte, Tag für Tag.
In Burgeis ritten wir an alten Höfen vorbei, dann direkt unterhalb des Klosters Marienberg entlang. Seine Mauern leuchteten über dem Tal, ein besonders stimmungsvoller Moment.
Von dort aus folgten wir dem Flusslauf durch Schleis bis nach Mals, unserem Ziel für heute. Auf einem Bauernhof durften die Pferde über Nacht stehen, und wir selbst bezogen ein kleines Hotel im Ort. Beim Abendessen auf der Terrasse sahen wir in der Ferne wieder den Ortler, diesmal im Licht der Abendsonne. Ein würdiger Abschluss für einen großartigen Reittag.










Feierabend

Der Reschensee – Schönheit mit Geschichte
Der Reschensee (ital. Lago di Resia) liegt auf rund 1.500 Metern Höhe und ist der größte See Südtirols. Er entstand in den 1950er Jahren durch den Bau eines Staudamms, der mehrere Dörfer überflutete – darunter auch das alte Graun. Der einsame Kirchturm, der heute aus dem Wasser ragt, stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist das bekannteste Fotomotiv der Region.
Im Winter friert der See oft komplett zu, und man kann direkt zum Turm hinübergehen.
Kloster Marienberg – Hoch über Burgeis
Das Benediktinerkloster Marienberg wurde im 12. Jahrhundert gegründet und ist das höchstgelegene Benediktinerkloster Europas. Es thront auf 1.340 Metern über dem Tal und ist schon von weitem sichtbar. Besonders sehenswert sind die romanischen Krypta-Fresken, die zu den bedeutendsten Kunstwerken Südtirols zählen.
Heute leben dort noch wenige Mönche, die das Kloster mit viel Hingabe pflegen.
Der Ortler – König der Südtiroler Alpen
Mit 3.905 Metern ist der Ortler der höchste Berg Südtirols und Teil der Ortler-Alpen. Er wurde 1804 erstmals bestiegen und gilt bis heute als einer der imposantesten Gipfel der Ostalpen.
Seine markante, pyramidenförmige Gestalt ist schon aus großer Entfernung sichtbar und begleitet Reisende über viele Kilometer – ein ständiger Begleiter in dieser Region.
Tagesdaten
- Strecke: ca. 35 km
- Reitzeit: ca. 7 Stunden
- Route: Reschensee – Schöneben – Bruggeralm (Zerzertal) – Burgeis – Schleis – Mals
Die Route dieser Etappe
Tag 3: vom Reschensee über die Bruggeralm nach Mals. Die Linie ist aus den Aufnahmeorten der Fotos dieses Tages rekonstruiert – sie zeigt den Verlauf zuverlässig, schneidet aber Kurven ab und ersetzt keine aufgezeichnete GPS-Spur. Die Kilometerangabe im Faktenkasten stammt vom Veranstalter.
Häufige Fragen zur dritten Etappe
Wie verläuft die dritte Etappe?
Zuerst am Ufer des Reschensees entlang, dann bei der Talstation Schöneben hinauf in die Berge – über Waldwege und Skipisten Richtung Haideralm. Weiter über schmale Pfade zur Bruggeralm im Zerzertal, danach der lange Abstieg ins Etschtal und über Burgeis und Schleis nach Mals. Rund 35 Kilometer in sieben Stunden.
Wann sieht man den Ortler zum ersten Mal?
Kurz vor Burgeis, wenn sich die Landschaft öffnet. Mit 3.905 Metern ist er der höchste Berg Südtirols und Teil der Ortler-Alpen; erstmals bestiegen wurde er 1804. Von da an ist sein markanter Gipfel fast täglich zu sehen.
Was ist das Kloster Marienberg?
Ein Benediktinerkloster über Burgeis, gegründet im 12. Jahrhundert und mit 1.340 Metern das höchstgelegene Benediktinerkloster Europas. Sehenswert sind vor allem die romanischen Krypta-Fresken. Die Route führt direkt unterhalb der Klostermauern entlang.
Wo wird Mittagspause gemacht?
Auf der Bruggeralm im Zerzertal. Die Pferde werden an einem Holzzaun angebunden und dösen im Schatten, von der Terrasse geht der Blick hinunter ins Etschtal – das Ziel für den Nachmittag.
Wie sieht ein Skigebiet im Sommer aus?
Erstaunlich karg. Auf dem Weg hinauf war der Boden der Pisten ausgetrocknet und rissig – ein Anblick, der im Gedächtnis bleibt und wenig mit dem Bild vom grünen Almhang zu tun hat.
Reitet man auf dieser Etappe auf Radwegen?
Ja, die letzten rund zwei Stunden im Etschtal führen über einen Radweg. Dort ist einiges los, die Radfahrer nahmen aber Rücksicht. Wie man sich in solchen Situationen verhält, steht ausführlich im Ratgeber zum Straßenüberqueren.
Wo übernachten Pferde und Reiter?
Die Pferde durften auf einem Bauernhof bei Mals stehen, die Gruppe bezog ein kleines Hotel im Ort. Beim Abendessen auf der Terrasse war der Ortler noch einmal zu sehen, diesmal im Licht der Abendsonne.
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Die nächste Etappe:
Die Etappe davor:
Passend aus den Ratgebern:

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