Tag 3 – Simmelsberg: Ostkurs, Tunnel und Picknick über der Rhön
Morgenroutine: alles eingespielt, heute nach Osten
Der Morgen begann wie die Tage zuvor – und doch war sofort spürbar, dass heute ein anderer Kurs ansteht. Frühstück, dann zur Koppel. Kraftfutter, putzen, satteln – und nach etwa einer Stunde waren wir startklar. Gestern ging es nach Westen, heute nach Osten: Ziel Simmelsberg.
Die Etappe auf einen Blick
- Etappe
- Tag 3 – Ostkurs zum Simmelsberg
- Richtung
- nach Osten – am Vortag ging es nach Westen
- Tagesziel
- Simmelsberg, 842,7 m, ehemaliger Vulkankegel
- Unterwegs
- Großer Nallenberg (768,3 m), Tunnel unter der B279 bei Sparbrod
- Pause
- zwanzig Minuten grasen, dann Picknick aus den Satteltaschen
- Rückweg
- durch den Römergraben, vorbei an der Hohen Geis
- Wege
- trocken und gut gepflegt – viel Trab und Galopp möglich
Richtung Großer Nallenberg: Sonne, trockene Wege, guter Rhythmus
Wir ritten zunächst in Richtung des Großen Nallenbergs. Das Wetter war sonnig und trocken, die Wege gut, und so kamen wir zügig voran. Es gab immer wieder Stellen, an denen wir traben oder galoppieren konnten.
Unter der B279: Tunnelmoment und dann der Anstieg
Kurz bevor wir die Große Nalle erreichten, bogen wir Richtung Süden ab. Bei Sparbrod ging es durch einen Tunnel unter der B279 hindurch – so ein markanter Punkt, an den man sich später sofort erinnert. Danach begann der Anstieg auf den Simmelsberg.
Oben am Simmelsberg: grasen lassen, anbinden, Picknick mit Aussicht
Oben angekommen ließen wir die Pferde zunächst etwa zwanzig Minuten grasen. Dann suchten wir einen Platz zum Anbinden – zum Glück gibt es dort ein kleines Wäldchen. Und dann: Picknick aus den Satteltaschen, der Blick in die Weite, das zufriedene Schweigen, das nur entsteht, wenn gerade alles passt.
Rückweg: Römergraben, Hohe Geis und ein ruhiger Abend
Nach einiger Zeit machten wir uns wieder auf den Rückweg. Er führte uns durch den Bereich des Römergrabens vorbei an der „Hohen Geis“. Die Wege waren weiterhin gut gepflegt, und so konnten wir auch auf dem Rückweg noch einmal Tempo aufnehmen, wo es passte. Am Abend waren wir wieder am Hof.
Hier gab es als Erstes für die Pferde Kraftfutter, dann ging es für sie auf eine andere Koppel. Nachdem unsere Pferde dort angekommen waren, gingen wir zurück zum Hof, holten den Rest der Pferde und brachten diese ebenfalls auf die neue Koppel. Dann gab es auch für uns Abendessen.
Simmelsberg
Höhe & Lage: Der Simmelsberg ist rund 842,7 m hoch und liegt bei Rodenbach/Gersfeld im hessischen Teil der Rhön, nahe der bayerischen Grenze.
Landschaftliche Besonderheit:
Teile des Berges sind im Gipfelbereich bzw. an Flanken nicht vollständig bewaldet, wodurch typische Rhön-Aussichten möglich werden. Der Simmelsberg liegt zudem im Kontext von Schutzgebieten (Biosphärenreservat, FFH-/Vogelschutz-Kulisse), was erklärt, warum manche Bereiche besonders „offen“ und naturnah wirken.
Der Simmelsberg ist ein ehemaliger Vulkankegel, der vor etwa 25 bis 20 Millionen Jahren entstanden ist.
Großer Nallenberg
Höhe & Einordnung: Der Große Nallenberg ist etwa 768,3 m hoch und liegt in der Rhön.
Geologie:
Der Berg wird als Teil der vulkanisch geprägten Rhön beschrieben (Basalt/„Vulkanit“-Kontext). Historisch spielte auch der Steinabbau eine Rolle (u. a. Steinbruch-Hinweise in der Literatur/Quellenlage).
Römergraben (keine „Römerstraße“, sondern Gewässername):
In der Umgebung wird der Römergraben als Gewässername geführt; in der Bergbeschreibung taucht er als Bachlauf beziehungsweise Quellbereich auf.
Wie der Simmelsberg, so ist auch der Große Nallenberg ein ehemaliger Vulkankegel, der vor etwa 25 bis 20 Millionen Jahren entstanden ist.
Oben auf dem Nallenberg gibt es einen See, wo früher Basaltgestein abgebaut wurde. Diesen haben wir auf einem anderen Ritt besucht.
Vulkankegel, Kuppen, Sattel: Wer die Formen der Rhön schon auf der Karte erkennen möchte, findet die Grundlagen im Beitrag über Geländeformen auf der Karte. Und wie stark Höhenmeter eine Tagesetappe verlängern, steht unter Höhenmeter beim Wanderreiten.
Häufige Fragen zu diesem Reittag
Wie hoch ist der Simmelsberg?
842,7 Meter. Er liegt bei Rodenbach und Gersfeld im hessischen Teil der Rhön, nahe der bayerischen Grenze, und ist ein ehemaliger Vulkankegel – entstanden vor etwa 25 bis 20 Millionen Jahren.
Warum sind die Rhönberge oben oft nicht bewaldet?
Teile der Gipfel und Flanken sind offen geblieben, was die typischen weiten Aussichten überhaupt erst möglich macht. Der Simmelsberg liegt zudem im Biosphärenreservat und in Schutzgebietskulissen – das erklärt, warum manche Bereiche besonders naturnah wirken.
Was ist der Römergraben?
Anders als der Name vermuten lässt, keine Römerstraße, sondern ein Gewässername: ein Bachlauf beziehungsweise Quellbereich in der Umgebung des Großen Nallenbergs. Der Rückweg dieser Etappe führt durch diesen Bereich.
Was ist der Große Nallenberg?
Ein Berg von etwa 768,3 Metern, ebenfalls ein ehemaliger Vulkankegel. Historisch spielte dort der Steinabbau eine Rolle; oben liegt ein See in einem früheren Basaltsteinbruch, den wir auf einem anderen Ritt besucht haben.

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