Katalonien Trail – Tag 4: Strandgalopp an der Costa Brava

Die Etappe auf einen Blick

Datum
Sonntag, 19. November 2017 – vierter und letzter Reittag
Strecke
29 km laut aufgezeichnetem Track, davon die letzten 25 km ab dem Meer
Auftakt
nach gut einem Kilometer liegt der Strand vor der Gruppe
Highlight
der Strandgalopp an der Costa Brava – für viele der Moment der ganzen Woche
Danach
schmale Naturpfade, landwirtschaftliche Flächen und Plantagen, dazwischen kleine katalanische Dörfer
Mittagsrast
an einem kleinen See neben einer stillgelegten Kartbahn und einem verlassenen Fußballfeld
Rückblick
vom Nachmittagsweg aus sind in der Ferne die Pyrenäen zu sehen – dort ging es drei Tage zuvor los
Asphalt
auch getrabt: Die Pferde sind daran gewöhnt und beschlagen; manchmal ist es sicherer, einen Ort zügig hinter sich zu lassen
Abschied
letzter Abend in der Unterkunft der ersten Nacht – noch einmal Zeit für die Hauskatze

Strandritt und diverse Dörfer

Morgensonne & der erste Blick aufs Meer

Direkt nach dem Frühstück machten wir die Pferde fertig für den letzten Tag des Katalonien Trails – und schon nach einem guten Kilometer lag er vor uns: der Strand.
Weiches Licht, glatte Wellen, der Wind noch kühl – einer dieser Momente, die man nie wieder vergisst. Die Pferde spitzten die Ohren, als sie die Brandung hörten, und wir konnten es selbst kaum erwarten, endlich ans Wasser zu reiten.

Die Gruppe reitet in einer Reihe über den breiten Sandstrand, die Schatten liegen lang im Morgenlicht

Im Wasser

Kaum hatten die Hufe den Sand erreicht, standen wir schon im flachen Wasser. Das Glitzern der Sonne auf der Oberfläche, die unendliche Weite vor uns und das vertraute Schnauben der Pferde – ein Gefühl von absoluter Freiheit.

Die Fotos sprechen für sich: ruhige Pferdeohren, die über die Wellen blicken, Spuren im Sand, Schatten, die sich im Morgenlicht lang über den Strand ziehen.

Strandgalopp – dieser Moment gehört uns

Natürlich durfte er nicht fehlen: der Strandgalopp.
Und wie immer lässt er sich schwer in Worte fassen. Das gleichmäßige Donnern der Hufe im Sand, die Gischt, die im Galopp hochspritzt, die Leichtigkeit, mit der die Pferde über den Strand fliegen – all das ist ein Erlebnis, das man einfach fühlen muss. Kein Video, kein Foto kann dieses Gefühl wirklich wiedergeben, aber es bleibt für immer in der Erinnerung.

Und so haben wir den Vormittag am Strand genossen, die Seele baumeln lassen und uns von den Pferden tragen lassen. Fast wie fliegen.

Zurück ins Landesinnere – noch 25 km bis zum Ziel

Irgendwann muss selbst der schönste Ritt am Strand enden. Also bogen wir vom Meer ab und machten uns auf die letzten 25 Kilometer Richtung Ziel.

Der Weg führte zunächst durch schmale Naturpfade, dann vorbei an landwirtschaftlichen Flächen und Plantagen. Immer wieder tauchten kleine Orte auf – typische katalanische Dörfer mit Natursteinmauern, engen Gassen und schattigen Plätzen, in denen die Zeit langsam zu laufen scheint.

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Ja, wir sind auch auf Asphalt getrabt. Und bevor jetzt wieder alle sich in den Kommentaren aufregen, die Pferde sind das gewohnt und hatten alle vier Eisen. Und manchmal ist es einfach besser, einen Ort so schnell wie möglich hinter sich zu lassen, da die Autofahrer auch nicht immer Rücksicht nehmen. 

Mittagspause an einem See – zwischen Kartbahn und Fußballplatz

Unsere Mittagsrast machten wir an einem schönen kleinen See, etwas abseits. Eine alte Kart-Rennbahn und ein verlassenes Fußballfeld lagen daneben – längst stillgelegt, perfekt für eine ruhige Pause.
Decke ausbreiten, Pferde grasen lassen, Sonne genießen – genau das, was man nach den Strandkilometern braucht.

Blick über die Ohren des Pferdes auf die stillgelegte Kartbahn, die Strecke ist noch mit alten Reifen abgegrenzt

Am Nachmittag durch ein Landwirtschaftsgebiet

Nach dem Essen ritten wir weiter durch plantagenartige Flächen: Reihen von Bäumen, lange Wege, die ideale Kulisse für einen ruhigen, entspannten Nachmittagsabschnitt.

Und mitten auf dem Weg bot sich ein großartiger Blick zurück: in der Ferne die Pyrenäen, dort, wo wir drei Tage zuvor losgeritten waren. Ein Moment, der zeigt, wie weit man in so kurzer Zeit kommen kann

Blick über ein katalanisches Dorf und die Wälder bis zu den Pyrenäen am Horizont

Die letzten Kilometer – und der Abschied aus Spanien

Der Weg zog sich durch Wälder und weiche Pfade, immer begleitet vom Gefühl, dass dieser Tag – und dieser Trail – sich langsam seinem Ende nähert. Die letzten Eindrücke fühlten sich besonders intensiv an, jeder Schritt der Pferde bewusster.

Am Abend verabschiedeten wir uns von unseren Pferden, der Gruppe und diesem wunderbaren Land. Ein letzter geselliger Abend, ein paar Lacher, ein bisschen Wehmut – und die Gewissheit, dass uns diese vier Tage noch lange begleiten würden.

Die Gruppe auf dem sandigen Waldweg zwischen den Kiefern

Da wir den letzten Abend an einer Unterkunft verbracht haben, wo wir bereits waren, bot sich noch einmal die Möglichkeit mit der Katze zu kuscheln / zu spielen.

Mit dem letzten Abend verabschieden wir uns aus Spanien

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Hier sind wir geritten:

Tag 4: Strandritt an der Costa Brava und zurück ins Landesinnere. Die Karte zeigt zusätzlich das Höhenprofil der Etappe.

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Häufige Fragen zur letzten Etappe

Wie kommt man zum Strandritt?

Die Unterkunft der dritten Nacht liegt direkt am Meer – nach gut einem Kilometer steht die Gruppe schon im flachen Wasser. Der Vormittag gehört ganz dem Strand.

Wie ist der Strandgalopp?

Schwer in Worte zu fassen: das gleichmäßige Donnern der Hufe im Sand, die Gischt, die im Galopp hochspritzt, die Leichtigkeit, mit der die Pferde über den Strand fliegen. Weder Video noch Foto geben das Gefühl wirklich wieder.

Wie lang ist die letzte Etappe?

Der aufgezeichnete Track misst 29 Kilometer – die kürzeste Etappe der Tour. Nach dem Vormittag am Meer bleiben davon rund 25 Kilometer zurück ins Landesinnere bis zum Ziel.

Wird auf Asphalt getrabt?

Ja, streckenweise. Die Pferde sind daran gewöhnt und tragen alle vier Eisen. Manchmal ist es schlicht sicherer, einen Ort zügig zu durchqueren, weil die Autofahrer nicht immer Rücksicht nehmen.

Wo ist die Mittagspause?

An einem kleinen See etwas abseits, neben einer stillgelegten Kartbahn und einem verlassenen Fußballfeld. Decke ausbreiten, Pferde grasen lassen, Sonne genießen – genau das Richtige nach den Strandkilometern.

Wie endet der Trail?

Am Abend mit dem Abschied von den Pferden und der Gruppe in derselben Unterkunft, in der die Reise begonnen hatte. Vom Nachmittagsweg aus waren in der Ferne noch einmal die Pyrenäen zu sehen – dort ging es drei Tage zuvor los.

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