Strandritt und diverse Dörfer
Morgensonne & der erste Blick aufs Meer
Direkt nach dem Frühstück machten wir die Pferde fertig, zum letzten Tag vom Katalonien Trail– und schon nach einem guten Kilometer lag er vor uns: der Strand.
Weiches Licht, glatte Wellen, der Wind noch kühl – einer dieser Momente, die man nie wieder vergisst. Die Pferde spitzten die Ohren, als sie die Brandung hörten, und wir konnten es selbst kaum erwarten, endlich ans Wasser zu reiten.
Im Wasser
Kaum hatten die Hufe den Sand erreicht, standen wir schon im flachen Wasser. Das Glitzern der Sonne auf der Oberfläche, die unendliche Weite vor uns und das vertraute Schnauben der Pferde – ein Gefühl von absoluter Freiheit.
Die Fotos sprechen für sich: ruhige Pferdeohren, die über die Wellen blicken, Spuren im Sand, Schatten, die sich im Morgenlicht lang über den Strand ziehen.
Strandgalopp – dieser Moment gehört uns
Natürlich durfte er nicht fehlen: der Strandgalopp.
Und wie immer lässt er sich schwer in Worte fassen. Das gleichmäßige Donnern der Hufe im Sand, die Gischt, die im Galopp hochspritzt, die Leichtigkeit, mit der die Pferde über den Strand fliegen – all das ist ein Erlebnis, das man einfach fühlen muss. Kein Video, kein Foto kann dieses Gefühl wirklich wiedergeben, aber es bleibt für immer in der Erinnerung.
Und so haben wir den Vormittag dann am Strand genossen, die Seele baumeln lassen und uns von den Pferden über den Strand tragen lassen. Fast wie fliegen
Zurück ins Landesinnere – noch 25 km bis zum Ziel
Irgendwann muss selbst der schönste Ritt am Strand enden. Also bogen wir vom Meer ab und machten uns auf die letzten 25 Kilometer Richtung Ziel.
Der Weg führte zunächst durch schmale Naturpfade, dann vorbei an landwirtschaftlichen Flächen und Plantagen. Immer wieder tauchten kleine Orte auf – typische katalanische Dörfer mit Natursteinmauern, engen Gassen und schattigen Plätzen, in denen die Zeit langsam zu laufen scheint.
Ja, wir sind auch auf Asphalt getrabt. Und bevor jetzt wieder alle sich in den Kommentaren aufregen, die Pferde sind das gewohnt und hatten alle 4 Eisen. Und manchmal ist es auch einfach eben besser, einen Ort so schnell wie möglich hinter sich zu lassen, da die Autofahrer auch nicht immer Rücksicht nehmen.
Mittagspause an einem See – zwischen Kartbahn und Fußballplatz
Unsere Mittagsrast machten wir an einem schönen kleinen See, etwas abseits. Eine alte Kart-Rennbahn und ein verlassenes Fußballfeld lagen daneben – längst stillgelegt, perfekt für eine ruhige Pause.
Decke ausbreiten, Pferde grasen lassen, Sonne genießen – genau das, was man nach den Strandkilometern braucht.
Am Nachmittag durch ein Landwirtschaftsgebiet
Nach dem Essen ritten wir weiter durch plantagenartige Flächen: Reihen von Bäumen, lange Wege, die ideale Kulisse für einen ruhigen, entspannten Nachmittagsabschnitt.
Und mitten auf dem Weg bot sich ein großartiger Blick zurück: in der Ferne die Pyrenäen, dort, wo wir drei Tage zuvor losgeritten waren. Ein Moment, der zeigt, wie weit man in so kurzer Zeit kommen kann
Die letzten Kilometer – und der Abschied aus Spanien
Der Weg zog sich durch Wälder und weiche Pfade, immer begleitet vom Gefühl, dass dieser Tag – und dieser Trail – sich langsam seinem Ende nähert. Die letzten Eindrücke fühlten sich besonders intensiv an, jeder Schritt der Pferde bewusster.
Am Abend verabschiedeten wir uns von unseren Pferden, der Gruppe und diesem wunderbaren Land. Ein letzter geselliger Abend, ein paar Lacher, ein bisschen Wehmut – und die Gewissheit, dass uns diese vier Tage noch lange begleiten würden.



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