Reitergruppe von hinten auf einem Feldweg im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, ringsum goldene Felder und Hügel am Horizont

Katalonien Trail – 144 km in vier Tagen zwischen Pyrenäen und Mittelmeer

Der Katalonien Trail ist eine der sportlichsten Reittouren unserer Reisen – vier Tage voller Tempo, langer Distanzen und beeindruckender Landschaftswechsel zwischen Pyrenäen, Ebenen und Mittelmeerküste.

Kurzinfos

  • Veranstalter: Catalonia Horse Trails
  • Trail: Catalonia Extreme
  • Dauer: 4 Tage
  • Gesamtstrecke: 144 km laut aufgezeichnetem Track
    – die Ausschreibung des Veranstalters nennt ca. 180 km
  • Reittempo: hoch, viele Trab- und Galoppstrecken
  • Geeignet für: erfahrene Reiter mit sehr guter Kondition
    – lange Tagesetappen, viel Tempo, viel Galopp
  • Sättel: englisch
  • Unterkünfte: einfache Hotels, 1× Privatquartier
  • Pferde: gut gepflegt, trittsicher, konditionsstark, sehr gehfreudig

Der Ritt auf einen Blick

Reise
November 2017 – vier Reittage
Region
Katalonien, vom Hinterland der Pyrenäen bis an die Costa Brava nördlich von Barcelona
Gesamtstrecke
144 km nach den vier aufgezeichneten Tracks (40 + 38 + 37 + 29 km). Die Ausschreibung des Veranstalters nennt rund 180 km
Tempo
hoch – viele Trab- und Galoppstrecken, die Wege sind meist eben
Höchster Punkt
Puig Segalar mit 175 m an Tag 3 – mehr Berg gibt es auf dieser Tour nicht
Geeignet für
erfahrene Reiter mit sehr guter Kondition – lange Tagesetappen, viel Tempo, viel Galopp
Sättel
englisch
Unterkünfte
einfache Hotels, einmal Privatquartier
Pferde
gut gepflegt, trittsicher, konditionsstark und sehr gehfreudig
Highlights
die Runde im Galopp über die alte Rennbahn an Tag 2 und der Strandgalopp am letzten Tag

Die Strecke

Alle vier Etappen des Katalonien Trails in einer Karte. Die Karte zeigt alle vier Tagesetappen in einer Ansicht.

Die Etappen

Tag 1

Höhenprofil der ersten Etappe: 38,6 km zwischen 41 und 261 Metern Höhe, viele kurze Wellen im Profil

Tag 2

Höhenprofil der zweiten Etappe: 35,9 km zwischen 37 und 197 Metern Höhe

Tag 3

Höhenprofil der dritten Etappe: 35,6 km von Meereshöhe bis auf 122 Meter

Tag 4

Höhenprofil der vierten Etappe: 28,2 km von Meereshöhe bis auf 112 Meter – der flachste Tag

Fazit

Insgesamt ein sehr schöner Trail mit langen Galoppaden und vielen Trabstrecken. Die Wege sind meistens relativ eben und laden zum Galoppieren ein. Den einen oder anderen Höhenmeter haben wir zwar überwunden, richtig klettern mussten wir aber nie.

Wer die Tour machen möchte, sollte schon einiges an Kondition mitbringen, da sonst die langen Etappen von teilweise mehr als 50 km nicht zu schaffen sind. Und wenn die Gruppe auf einzelne Reiter warten müsste, wäre das Tagesziel kaum noch bei Tageslicht zu erreichen.

Ein Highlight der Tour war definitiv die Runde im Galopp über die Rennbahn (Tag2) und der ausgedehnte Strandgalopp (am letzten Tag).

Wir waren kurz nach dem katalanischen Unabhängigkeitsreferendum dort. Ein Thema, das dort, wo wir geritten sind, allgegenwärtig war. An vielen Häusern hingen katalanische Flaggen oder Transparente mit der Aufschrift „Sí“, also Ja. Auch wenn man mit den Einheimischen ins Gespräch gekommen ist, wurde es immer wieder ein Thema. Und zumindest die Leute, die wir getroffen haben, waren alle für die Unabhängigkeit. So wie uns das erklärt wurde leben die meisten Befürworter in den ländlichen Regionen (so wie dort wo wir unterwegs waren), während die meisten Gegner in den großen Städten wie Barcelona leben. Demos oder Ähnliches haben wir nicht erlebt. Die Grundstimmung war insgesamt friedlich.

Die Unterkünfte waren immer relativ einfach gehalten. Insbesondere die „mittelalterliche Stadt“ unserer ersten Übernachtung ist echt eine Reise wert. 

Die Verpflegung war immer sehr gut. In Erinnerung bleibt mit Sicherheit die Paella am letzten Abend mit „Tonnen of Seafood“. So viele und so leckere Sachen gab es selten.

Film

Film: Katalonientrail

Tipp: Über das Symbol unten rechts im Player kannst du den Film im echten Vollbild ansehen.

Häufige Fragen zum Katalonien Trail

Wie lang ist der Katalonien Trail?

Tatsächlich geritten sind es 144 Kilometer in vier Tagen: 40, 38, 37 und 29 Kilometer nach den aufgezeichneten Tracks, die auch den Karten in den Etappenberichten zugrunde liegen. Der Veranstalter schreibt die Tour mit rund 180 Kilometern aus.

Für wen ist die Tour geeignet?

Für erfahrene Reiter mit sehr guter Kondition. Die Tagesetappen sind lang, das Tempo ist hoch und es wird viel galoppiert. Wer nicht mithalten kann, bremst die ganze Gruppe – und dann wird es schwierig, das Tagesziel noch bei Tageslicht zu erreichen.

Wie bergig ist es?

Kaum. Der höchste Punkt der ganzen Woche ist der Puig Segalar mit 175 Metern. Den einen oder anderen Höhenmeter gibt es, richtig klettern muss man aber nie – die Wege sind meist eben und laden zum Galoppieren ein.

Wie sind die Pferde?

Gut gepflegt, trittsicher, konditionsstark und sehr gehfreudig. Geritten wird auf englischen Sätteln.

Wo übernachtet man?

In einfachen Hotels entlang der Route, eine Nacht in einem Privatquartier. Die letzte Nacht ist wieder in derselben Unterkunft wie die erste.

Was sind die Höhepunkte der Tour?

Zwei Momente stechen heraus: die Runde im Galopp über eine alte Pferderennbahn an Tag 2 und der ausgedehnte Strandgalopp an der Costa Brava am letzten Tag.

Wann ist die beste Reisezeit?

Dieser Ritt fand Mitte November statt – mit klarer Luft, mildem Licht und angenehmen Temperaturen zum Reiten. Die Pyrenäen trugen zu der Zeit bereits Schnee auf den Gipfeln.

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