Rettungsschwimmerturm als Silhouette am Strand bei Sonnenuntergang, darüber ein Schwarm Möwen vor orangerotem Himmel

Wanderritt in Marokko – Tag 8 & Rückreise

Tag 8 · Agadir – Kasbah-Wanderung, Hafenluft und ein letzter Sonnenuntergang und Tag 9 · Heimreise

Wir sind zurück vom Wanderritt in Marokko, verbringen noch einen Tag in Agadir und machen uns auf den Weg zurück nach Deutschland.

Die Tage auf einen Blick

Etappe
Tag 8 und 9 – letzter Tag in Agadir und Heimreise
Ohne Programm
erstmals keine Abfahrtszeiten und kein Blick auf Etappenlängen
Unternommen
Wanderung hinauf zur Kasbah Agadir Oufella – zu Fuß statt mit der Seilbahn
Aussicht
von oben wird die Anlage der Stadt auf einen Blick verständlich
Danach
Hafenbummel, Strandtreffen, letzter Sonnenuntergang am Meer
Heimreise
Agadir → Casablanca → Frankfurt

Kein Programm – und plötzlich ist da wieder „Zeit“

Für heute war kein Programm geplant. Nach den letzten Tagen im Sattel fühlte sich das fast ungewohnt an: keine Abfahrtszeiten, kein Packen, kein Blick auf Etappenlängen. Einige wollten noch einmal über die Märkte bummeln und das eine oder andere Andenken finden, andere lieber die Stadt erkunden und fotografieren.

Wir entschieden uns zu viert für eine Wanderung zur Kasbah Agadir Oufella. Es gäbe zwar auch eine Seilbahn – aber wir wollten ja etwas sehen, und nach den Reittagen war Bewegung ohnehin etwas, das uns eher gut tat als abschreckte.

Blick von der Kasbah über die Bucht von Agadir mit Hafen und Strand

Aufstieg zur Kasbah: Serpentinen, Pausen und die Stadt, die langsam kleiner wird

Direkt nach dem Frühstück ging es los. Komoot zeigte uns einen Wanderweg, der von der Distanz gut machbar klang. Zunächst führte der Weg durch eine Neubausiedlung, dann ging es in Serpentinen immer weiter den Berg hinauf.

Wir machten keine „sportliche“ Wanderung daraus. Eher eine mit Pausen, wann immer es sich lohnte: kurz stehen bleiben, den Blick über die Häuser schweifen lassen, Luft holen, Fotos machen. Wir hatten Zeit – und genau das machte den Vormittag so angenehm.

Blick von oben auf den Berghang mit der Serpentinenstraße, dahinter Stadt und Meer

Oben: ein Blick, der Agadir plötzlich verständlich macht

Oben angekommen, bot sich ein spektakulärer Ausblick über Agadir – weit über die Bucht, den Hafenbereich und bis ins Landesinnere. Die Kasbah liegt erhöht über der Stadt und war einst die befestigte Oberstadt; vieles davon wurde durch das Erdbeben von 1960 zerstört, die Anlage ist heute vor allem Aussichtspunkt und historischer Ort.

Vor Ort hatten sich einige Fotografen mit großen Teleobjektiven aufgebaut. Auf unsere Frage, was sie fotografieren, durften wir einmal durchschauen – es ging offenbar um Vögel. Welche Art genau, konnten wir wegen der Sprachbarriere nicht herausfinden. Aber es passte: Die Küstenregion um Agadir und der Souss-Massa-Raum sind bekannt für Vogelbeobachtung, unter anderem wegen der Feuchtgebiete und Kliffbereiche.

Nachdem wir dort oben einige Zeit den Ausblick genossen und noch etwas getrunken hatten, machten wir uns zu Fuß wieder auf den Weg hinunter in die Stadt.

Hafenbummel und Strandtreffen: ein ruhiger Ausklang

Unten angekommen, schlenderten wir noch durch den Hafen und blieben immer wieder stehen, um das eine oder andere Boot zu betrachten. Agadir ist nicht nur Badeort, sondern auch ein bedeutender Hafenstandort, insbesondere für Fischerei und den Export von Meeresprodukten – das merkt man, sobald man näher an die Hafenwelt herankommt.

Der Yachthafen von Agadir mit Booten an den Stegen

Am Nachmittag trafen wir uns dann mit dem Rest der Gruppe am Strand. Wir tauschten Erlebnisse aus, erzählten die kleinen Geschichten, die jeder über die Woche gesammelt hatte – und suchten uns schließlich ein Restaurant für unser letztes Abendessen in Marokko. Wie schon am ersten Abend bestellten wir von allem etwas und teilten, damit jeder bei jedem probieren konnte.

Der Kasbah-Hügel mit der großen arabischen Inschrift, davor die Häuser der Stadt

Letzter Abend am Meer

Pünktlich zum Sonnenuntergang gingen wir wieder an den Strand. Wir saßen lange dort, bis es dunkel wurde, hörten den Wellen zu und tranken noch das eine oder andere Getränk. Es war einer dieser Abende, an denen man merkt: Morgen ist Reise-Tag. Und genau deshalb bleibt man noch ein bisschen länger sitzen, als man es sonst tun würde.

Tag 9 · Heimreise – von Agadir über Casablanca und Frankfurt zurück nach Hamburg

Früher Start – aber diesmal ohne Sattel

Am nächsten Morgen war das vom Hotel bestellte Taxi schnell da. Am Flughafen ging alles erstaunlich reibungslos: pünktlich einchecken, Sicherheitskontrolle ohne lange Schlange, freundliche Mitarbeiter – und dann schon Richtung Gate.

Wie auf dem Hinflug war das Boarding etwas chaotisch, am Ende aber doch zügig. Und dann wieder dieser Moment, den man in Europa kaum noch hat: über das Rollfeld zur Maschine.

Abflug in Agadir: eine Reisende mit Koffer geht über das Vorfeld zum Flugzeug

Agadir → Casablanca → Frankfurt

Keine 50 Minuten später landeten wir bereits in Casablanca. Auch die Ausreise aus Marokko war kein Problem – der Stempel war schnell im Pass. Wir schlenderten noch etwas durch den Flughafen, tranken einen Kaffee, und schon begann das Boarding für den Flug nach Frankfurt.

Auch dieser Flug verlief ruhig und pünktlich. In Frankfurt trennten sich unsere Wege am Gepäckband: einige weiter mit dem Auto, andere mit Anschlussflügen. Und auch ich war dann schnell wieder zurück in Hamburg.

Und damit endet der Wanderritt in Marokko dort, wo er begonnen hat: am Flughafen Hamburg – nur mit deutlich mehr Bildern im Kopf als beim Abflug.

Kasbah Agadir Oufella

Die Kasbah Agadir Oufella (auch „Agadir Oufla“) liegt oberhalb der Stadt auf einem Hügel und war historisch die befestigte Oberstadt. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde mehrfach beschädigt – unter anderem im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 1755 (Lisboa) und vor allem durch das Agadir-Erdbeben am 29. Februar 1960, das große Teile des damaligen Agadir zerstörte. Heute ist die Kasbah vor allem ein markanter Aussichtspunkt und ein Ort, an dem man die Geschichte der Stadt „von oben“ nachvollziehen kann.

Seilbahn zur Kasbah: „Agadir Cable Car“

Agadir hat eine Seilbahn, die die Stadt mit der Kasbah verbindet. Laut der offiziellen Kasbah-Seite ist sie die erste Seilbahn in Marokko, die Strecke beträgt ca. 1.700 Meter, die Fahrt dauert etwa sechs Minuten; die Bauarbeiten begannen im Juli 2021. Für Besucher ist sie eine bequeme Alternative zum Aufstieg und bietet einen sehr klaren Blick auf Bucht, Promenade und Hafen.

Flughafen Agadir–Al Massira (AGA)

Der Flughafen Agadir–Al Massira trägt den IATA-Code AGA und liegt bei Temsia, rund 20 km südöstlich von Agadir. Er ist der wichtigste Flughafen der Region Souss-Massa für Inlands- und internationale Verbindungen.

Flughafen Casablanca Mohammed V (CMN)

Der internationale Flughafen von Casablanca heißt Mohammed V International Airport und trägt den IATA-Code CMN. Er liegt bei Nouasseur und ist eines der zentralen marokkanischen Drehkreuze, insbesondere für Umsteigeverbindungen.

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Häufige Fragen zum letzten Tag in Agadir

Was lohnt sich an einem freien Tag in Agadir?

Wir sind zur Kasbah Agadir Oufella hinaufgewandert, danach durch den Hafen geschlendert. Andere aus der Gruppe zogen über die Märkte oder fotografierten in der Stadt – nach mehreren Tagen im Sattel tut ein Tag ohne Abfahrtszeiten ohnehin gut.

Was ist die Kasbah Agadir Oufella?

Die einst befestigte Oberstadt, erhöht über Agadir gelegen. Vieles davon wurde durch das Erdbeben von 1960 zerstört; heute ist die Anlage vor allem Aussichtspunkt und historischer Ort. Von oben überblickt man die Bucht, den Hafen und das Landesinnere.

Kommt man zu Fuß hinauf?

Ja. Der Weg führt zunächst durch eine Neubausiedlung, dann in Serpentinen den Berg hinauf – mit Pausen gut machbar, wir haben keine sportliche Wanderung daraus gemacht. Wer lieber fährt, kann die Seilbahn nehmen.

Was prägt den Hafen von Agadir?

Agadir ist nicht nur Badeort, sondern ein bedeutender Hafenstandort – besonders für Fischerei und den Export von Meeresprodukten. Das merkt man, sobald man näher an die Hafenwelt herankommt.

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