Tag 1: Einführungsritt rund um Il Cornacchino
Der erste Tag vom „Wanderritt Toskana“ vom einteilen der Pferde, bis zum ersten Galopp unter italienischer Sonne
Ankommen im Reitalltag
Der erste „richtige“ Tag auf Il Cornacchino begann angenehm entspannt. Weil nur ein kurzer Einführungstag vorgesehen war, haben wir gemütlich gegen 9 Uhr gefrühstückt. Noch war alles neu: der Blick auf die toskanischen Hügel, das Stimmengewirr beim Frühstück, das leichte Kribbeln vor dem ersten Ritt.
Kennenlernen der Pferde
Nach dem Frühstück ging es in den Stallbereich. Unser Guide Giulio stellte uns die Pferde vor, die er für uns ausgesucht hatte – passend zu Reiterfahrung und Vorlieben, die er sich am Vorabend genau angehört hatte.
Jeder bekam sein Pferd zugeteilt. Es wurde geputzt, gesattelt, die Steigbügel eingestellt. Man merkte, dass die Pferde routinierte Wanderreitpartner waren: freundlich, aufmerksam, aber nicht nervös.
Auf dem Reitplatz stiegen wir auf. Zuerst drehten wir ein paar Runden im Schritt, dann folgten Trab und Galopp, damit alle ein Gefühl für ihre Pferde bekommen konnten. Hier wurden noch letzte Feinheiten an Bügellänge und Zügelkontakt optimiert – bevor es wirklich ins Gelände ging.
Geländetraining mit Engstellen, Wasser und Toren
Unser erster Stopp war ein kleiner Reitplatz im Gelände, auf dem typische Situation für Wanderritte nachgebaut waren: Engstellen, ein Wassereinritt, ein Tor zum Öffnen und Schließen vom Pferd aus.
Hier konnte jeder in Ruhe ausprobieren, wie das eigene Pferd reagiert:
– Wie vorsichtig geht es ins Wasser?
– Wie gelassen bleibt es, wenn man vom Sattel aus ein Tor bewegt?
– Wie reagiert es auf enge Durchgänge?
Nach rund 45 Minuten Training war klar: Giulio hatte ein gutes Händchen bei der Pferdeverteilung. Alle kamen gut zurecht, niemand fühlte sich überfordert.
Erster Ausblick über „unser“ Reitgebiet
Von dort ritten wir weiter auf einem breiten Forstweg bergauf. Schon nach kurzer Zeit öffnete sich zwischen den Bäumen der Blick – vor uns lag die Landschaft, in der wir in den nächsten Tagen unterwegs sein würden: sanfte Hügel, Felder, Waldinseln, hier und da ein Gehöft.
An einem kleinen Hang nutzten wir die Gelegenheit, noch einmal gezielt das Klettern mit den Pferden zu üben. Hoch und runter, in engeren Kehren – alles klappte wunderbar. So ein „Technik-Spielplatz“ am ersten Tag nimmt viel Nervosität und gibt Sicherheit für die längeren Etappen.
Erstes Picknick und entspanntes Zurückreiten
Kurz darauf erwartete uns schon die Begleitcrew: Tische und Bänke waren aufgebaut, und auf Platten und in Schüsseln wartete ein liebevoll vorbereitetes Picknick. Wir banden die Pferde im Schatten an und ließen uns Zeit.
Mit vollem Bauch reitet es sich deutlich entspannter – entsprechend gemütlich ging es im Schritt zurück Richtung Il Cornacchino. Keiner hatte das Bedürfnis, noch viel zu „arbeiten“; stattdessen wurde geschnackt, gelacht und der Tag genossen.
Abends gab es auf dem Hof wieder ein vorzügliches Abendessen – Italien macht seinem Ruf alle Ehre. Spätestens jetzt war klar: Pferde passen, Gruppe passt, Essen sowieso. Der eigentliche Wanderritt konnte beginnen.

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