Vier Tage Christi Himmelfahrt in der Rhön – und jeder Tag hatte seinen eigenen Ton. Unser Sternritt begann ganz ruhig mit Anreise und Proberitt zum Ankommen, führte am zweiten Tag zur Mottener Haube an der Landesgrenze, am dritten hinauf auf den Simmelsberg mit weitem Blick über die Kuppenlandschaft – und endete am vierten Tag mit Wetterumschwung, Gewitterstimmung und dem eindrucksvollen Besuch der Ebersburg.
Zur Orientierung:
Tag 1: Anreise & erster Proberitt – Ankommen in der Rhön
Tag 2: Mottener Haube – Aussichtsturm, Grenzraum & Jagdhaus Hohe Kammer
Tag 3: Simmelsberg – Höhenluft, Picknick & weite Blicke
Tag 4: Ebersburg & Fulda – Wetterumschwung, Ruine und Gewitterstimmung
Ein bisschen zur Region: Rhön rund um Ebersburg und Dalherda
UNESCO-Biosphärenreservat: Natur- und Kulturlandschaft im Dreiländereck
Die Rhön liegt im Dreiländereck Hessen, Bayern und Thüringen und wurde am 6. März 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Die Idee dahinter: eine Modellregion, in der Schutz, Pflege und nachhaltige Entwicklung zusammen gedacht werden – also nicht „Natur als Museum“, sondern Landschaft als lebendiger Raum.
Vulkanrhön: Basaltkuppen und weite Hochflächen
Dass die Rhön so markant „kuppig“ wirkt, hängt stark mit ihrem vulkanischen Ursprung zusammen: Der Vulkanismus (klassisch oft als „tertiär“ bezeichnet) hat die Landschaft geprägt; harte Basaltkuppen blieben als markante Formen stehen, während weichere Bereiche stärker abgetragen wurden. Genau daraus entsteht dieser typische Wechsel aus Höhen, offenen Blicken und geschützten Waldpassagen.
Fulda: Hier beginnt ein großer Fluss ganz klein
In der Rhön trifft man die Fulda im Oberlauf noch als schmales Gewässer. Sie entspringt an der Wasserkuppe, ist rund 220,4 km lang und vereinigt sich in Hann. Münden mit der Werra zur Weser. Dass ein Fluss, den viele später mit größeren Orten verbinden, hier oben so unscheinbar beginnt, ist einer dieser schönen Rhön-Kontraste.
Ebersburg: Landmarke mit Geschichte und Aussicht
Die Burg Ebersburg (heute Ruine) ist das weithin sichtbare Wahrzeichen oberhalb von Ebersburg. Eine Anlage bestand bereits um 1100, nach Zerstörung wurde sie ab 1396 wieder aufgebaut und erweitert; im 19. Jahrhundert wurde ein Turm als Aussichtsturm hergerichtet. Gerade bei wechselndem Wetter bekommt dieser Ort eine ganz eigene Dramaturgie – von weitem Blick bis zu Wolken, die die Rhön „schlucken“.
Sternritt zu Christi Himmelfahrt in der Rhön – Tag 1
Tag 1 – Anreise und erster Proberitt in der Rhön Anreise: Leere Autobahn, Kopf wird frei Manchmal beginnt eine Reise nicht erst am Ziel, sondern in dem Moment, in dem die Autobahn unerwartet leer ist. Genau so fühlte sich unser Aufbruch in die Rhön an, wo wir einen Sternritt zu Christi Himmelfahrt gebucht hatten: wenig…
Sternritt zu Christi Himmelfahrt in der Rhön – Tag 2
Start in den Tag: Wetterglück und Aufbruch Richtung Grenze Nach dem Frühstück war schnell klar: Das Wetter meinte es heute gut mit uns. Wir holten die Pferde von der Weide, putzten, sattelten und trensten – und dann ging es los, in Richtung Mottener Haube an der bayerischen Grenze. Durch Wälder: Wege, die „laufen lassen“ Schon…
Sternritt zu Christi Himmelfahrt in der Rhön – Tag 3
Tag 3 – Simmelsberg: Ostkurs, Tunnel und Picknick über der Rhön Morgenroutine: alles eingespielt, heute nach Osten Der Morgen begann wie die Tage zuvor – und doch war sofort spürbar, dass heute ein anderer Kurs ansteht. Frühstück, dann zur Koppel. Kraftfutter, putzen, satteln – und nach etwa einer Stunde waren wir startklar. Gestern ging es…
Sternritt zu Christi Himmelfahrt in der Rhön – Tag 4
Tag 4 – Gewitterwolken über der Ebersburg: Fulda, Wind und ein sehr naher Donner Frühstück und Waldgeruch nach Regen Auch dieser Tag startete mit einem sehr guten, liebevoll zubereiteten Frühstück. Draußen sah man sofort, dass sich etwas verändert hatte: Über Nacht hatte es geregnet, und der Wald roch so, wie er nur direkt nach Regen…
Der Film zum Trail
Häufige Fragen
Wie ist der Himmelfahrts-Sternritt aufgebaut?
Vier Tage von einem festen Quartier aus: Anreise mit Proberitt zum Ankommen, dann die Mottener Haube an der Landesgrenze, am dritten Tag der Simmelsberg mit weitem Blick über die Kuppenlandschaft, zum Abschluss die Ebersburg.
Wo liegt das Reitgebiet?
In der Rhön rund um Ebersburg und Dalherda, im UNESCO-Biosphärenreservat und Dreiländereck von Hessen, Bayern und Thüringen.
Was hat es mit der Ebersburg auf sich?
Eine Landmarke mit Geschichte und weitem Blick – sie bildet den Abschluss des Ritts, an dem auch Wetterumschwung und Gewitterstimmung ihren Auftritt hatten.
Warum heißt es „Reiten satt“?
Weil an vier aufeinanderfolgenden Tagen geritten wird, ohne dass Gepäck und Quartier wechseln – man kommt tatsächlich zum Reiten und nicht zum Umpacken.



